Master­studium Meldung

Eltern haben während des Master­studiums ihrer Kinder Anspruch auf Kinder­geld – unabhängig von deren Neben­tätig­keiten. Voraus­setzung: Der Master ist inhalt­lich und zeitlich auf den voran­gegangen Bachelor-Studien­gang abge­stimmt (Bundes­finanzhof, Az. VI R 9/15). Bislang wollte die Familien­kasse für ein Master­studium kein Kinder­geld zahlen, wenn Kinder neben dem Studium mehr als 20 Wochen­stunden arbeiten.

Der Fall

Im Streitfall hatte der Sohn im April 2013 das Studien­fach Wirt­schafts­mathematik mit einem Bachelor abge­schlossen. Seit dem Winter­semester 2012/2013 war er außerdem für den Master­studiengang Wirt­schafts­mathematik einge­schrieben. Daneben arbeitete er 21,5 Stunden wöchentlich als studentische Hilfs­kraft und Nach­hilfe­lehrer.

BFH: Master­studium Teil einer einheitlichen Erst­ausbildung

Die Familien­kasse strich das Kinder­geld ab Erreichen des Bachelors. Die Erst­ausbildung sei beendet. Bis zum Master weiterzuzahlen sei nicht möglich, da das Kind mehr als 20 Stunden arbeite. Der BFH entschied nun, dass im Streitfall das Master­studium als Teil einer einheitlichen Erst­ausbildung zu werten ist.

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