Massagen Meldung

Wenn Mediziner ihren Patienten Massagen und Krankengymnastik verordnen, muss dazu nicht vorher die Genehmigung der Kasse eingeholt werden. So entschied das brandenburgische Landessozialgericht. Es wies damit Berufungen der AOK gegen Urteile der Sozialgerichte Cottbus und Potsdam zurück. Entscheidend sei, was die zugelassenen Vertragsärzte an Behandlungen und erforderlicher Versorgung mit Heilmitteln bestimmten. Auch die von Ärzten verordnete Krankengymnastik und Massagen seien Teil der Behandlung. Ärzte seien „Schlüsselfiguren“ im Leistungsrecht der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Änderung dieses Systems müsse die Kasse mit den Ärzten regeln, nicht aber im Verhältnis zu Versicherten oder Physiotherapeuten. Hintergrund: ein Faltblatt der AOK vom März 2000, in dem es heißt: „Ab 1. April 2000 sind Verordnungen von Krankengymnastik vor Beginn der Behandlung von Ihrer AOK zu genehmigen.“ Wegen der grundsätzlichen Bedeutung wurde die Revision beim Bundessozialgericht zugelassen (Az. L4KR 11/01, L4KR 21/01, L4KR 9/01).

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