So haben wir getestet

Im Test: 10 exemplarisch ausgewählte FFP2-Masken. Wir kauf­ten sie von Dezember 2020 bis Januar 2021 im stationären sowie im Online-Handel ein. Die angegebenen Preise entsprechen den von uns bezahlten Einkaufs­preisen.

Filter­wirkung für Aerosol­partikel

Wir untersuchten die Filter­wirkung der Masken in Anlehnung an Din EN 149:2001+A1:2009. Dabei prüften wir den Durch­lass des Filtermaterials für Aerosol­partikel anhand von jeweils drei Exemplaren pro Maske. Die Aerosol­partikel wurden durch Zerstäuben einer wäss­rigen natrium­chloridhaltigen Lösung und Verdunsten erzeugt. Vor der Prüfung wurde der Gebrauch der Masken mit Hilfe einer künst­lichen Lunge und wäss­riger Lösung simuliert. Wie viele Aerosol­partikel das Filtermaterial durch­lässt, bestimmten die Prüfer einmal nach 3 Minuten und ein zweites Mal nach 63 Minuten und einer Exposition mit bis zu 120 Milligramm Prüfaerosol.

Atem­komfort

Wir prüften den Atem­komfort (Atem­widerstand) in Anlehnung an Din EN 149:2001+A1:2009 anhand von drei unbe­handelten Exemplaren pro Maske. Die Messung des Ausatem­widerstands erfolgte nach Abdichten der Maske am sogenannten Sheffield-Prüf­kopf und in unterschiedlich definierten Lagen (gerade­aus sehend, senkrecht nach oben sehend, senkrecht nach unten sehend und so weiter). Den Einatem­widerstand bestimmten die Tester separat mit Hilfe eines kontinuierlichen Volu­menstroms von 30 und 95 Liter pro Minute.

Pass­form (Dichtig­keit beim Tragen)

Wir untersuchten die Pass­form der Masken in Anlehnung an Din EN 149:2001+A1:2009 mit Hilfe von zehn zufäl­lig ausgewählten Prüf­personen, fünf davon bekamen unbe­handelte Masken, die anderen fünf mit verschiedenen Temperaturen vorkonditionierte Masken. Die Konditionierung soll eine Lagerung über einen längeren Zeitraum simulieren. Die Probanden waren bereits vor der Prüfung mit dem Gebrauch von Atem­schutz­masken vertraut. Bei der Pass­form­prüfung bestimmten wir für verschiedene Situationen (etwa zwei Minuten nur gehen, zwei Minuten gehen und sprechen, zwei Minuten gehen mit Kopf­drehen, zwei Minuten gehen mit Kopf­nicken), wie viel von dem Prüfaerosol Natrium­chlorid in die Maske eindrang (Leckage). Außerdem beur­teilten die Prüf­personen die Kopf­bänder der Maske sowie deren Geruch beim Tragen.

Schad­stoffe

Wir prüften je nach Material­stelle (Bügel, Bänder, Filter) auf folgende Schad­stoffe:

  • Azofarb­stoffe. Die Bestimmung von Azofarb­stoffen erfolgte in Anlehnung an Din EN ISO 14362–1.
  • Form­aldehyd. Die Bestimmung des Gehalts an Form­aldehyd erfolgte in Anlehnung an Din EN ISO 14184–1.
  • Lösliche Schwer­metalle. Die Bestimmung des Gehalts an löslichen Schwer­metallen erfolgte in Anlehnung an Din EN 16711–2.
  • Kurz­kettige Chlorparaf­fine. Die Bestimmung von Chlorparaf­finen erfolgte in Anlehnung an EN ISO 18219.
  • Phthalate. Wir bestimmten den Gehalt an Phthalat-Weichmacher nach Extraktion mit Löse­mittel und mittels GC-MS.
  • Poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK). Wir bestimmten den Gehalt nach Vorgaben des GS-Zeichens für Geprüfte Sicherheit gemäß der Spezifikation AfPS GS 2019:01 PAK.
  • Metalle, Gesamt­gehalt im Vollauf­schluss. Wir bestimmten den Gehalt von Blei und Kadmium nach Vollauf­schluss mittels ICP-OES beziehungs­weise ICP-MS.
  • Latexpro­teine. Die Unter­suchung erfolgte in Anlehnung an die Din EN 455-3 beziehungs­weise an die 59. Mitteilung der Fach­zeit­schrift Bundes­gesund­heits­blatt–Gesund­heits­forschung–Gesund­heits­schutz 1999, 42, 814.
  • Nickellässig­keit. Wir prüften auf Nickellässig­keit mit und ohne Abrieb in Anlehnung an Din EN 1811 beziehungs­weise Din EN 12472.

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