Masernepidemie in der Schweiz Meldung

Achtung Fußballfans: In der Schweiz grassieren die Masern. Das Schweizer Bundes­amt für Gesundheit empfiehlt daher Besuchern der Fußball-EM, ihren Immunschutz zu überprüfen und sich rechtzeitig impfen zu lassen.

Masernwelle

Die Masernwelle geht seit 18 Monaten in der Schweiz um. 2 500 Fälle hat das Gesundheitsamt bisher registriert - 1 300 Fälle allein in diesem Jahr. Ein Ende ist nicht in Sicht. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche im Norden und Osten des Landes. Rote Hautflecken, hohes Fieber, Hals- und Kopfschmerzen sind typische Anzeichen von Masern. Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit oft schwerer als bei Kindern - in Einzelfällen sogar lebensbedrohlich.

Lebenslanger Schutz

Wirksamen Schutz vor der hoch anstreckenden Viruserkrankung bieten nur Impfungen. Der deutsche Impfkalender empfiehlt zwei kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfungen. Zweimal geimpft = lebenslanger Schutz. Trotzdem gibt es noch Lücken. 94 Prozent der Schweizer Masernerkrankten hatten keinen Impfschutz. Auch hierzulande treten immer wieder Masernepidemien auf. Einziger Trost: Wer selbst einmal Masern hatte, ist ebenfalls lebenslang immun.

Jetzt handeln

Genauso wie die Kicker der Nationalmannschaft sollten alle zur EM reisenden Fans ihren Impfschutz prüfen. Fehlt die Masernimpfung, ist bis zur EM gerade noch genug Zeit. In der Regel immunisiert schon der erste Schuss. Zur Sicherheit empfehlen Experten aber noch eine zweite Dosis ab vier Wochen nach der ersten. Für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen ist die Schutzimpfung kostenlos.

Dieser Artikel ist hilfreich. 55 Nutzer finden das hilfreich.