So haben wir getestet

Im Test: 14 Mascaras – 11 nicht wasser­feste und 3 wasser­feste Produkte. Zwei Mascaras tragen Naturkosmetiksiegel. Wir kauf­ten sie im November und Dezember 2020 ein, Preise erfragten wir im Mai und Juni 2021 bei den Anbietern.

Kosmetische Eigenschaften: 55 %

20 Probandinnen pro Mascara prüften die kosmetischen Eigenschaften mit anonymisierten Produkten über je eine Woche. Sie und drei geschulte Fachleute beur­teilten Volumen und Länge, Schwung, Trennung der Wimpern, natürliches Aussehen, Halt­barkeit des Farb­auftrags und bei wasser­festen Produkten die Wasser­festig­keit.

Anwendung: 25 %

Die 20 Probandinnen pro Produkt bewerteten unter anderem Aspekte wie Auftragen, Trocknen und Entfernen der Produkte.

Kritische Stoffe: 5 %

Wir prüften auf Schwer­metalle, poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK), Nitrosamine – letzt­genannte wiesen wir nicht nach. Folgende Methoden setzten wir ein:

Schwer­metalle: mittels ICP-MS in Anlehnung an Methode DIN EN ISO 17294–2 nach Mikrowellen­druck­aufschluss gemäß Methode ASU K 84.00–29:2017–02

PAK: mittels GC-MS

Nitrosamine: mittels GC-MS/MS

N-Nitrosodiethanolamin (NDELA): mittels LC-MS/MS in Anlehnung an Methode ISO 15819

Mikrobiologische Qualität: 0 %

Wir bestimmten die Keimzahl in den Produkten und prüften sie auf bestimmte krankmachende Mikro­organismen. 

Nutzungs­freundlich­keit der Verpackung: 5 %

Die Probandinnen und fünf Fachleute prüften unter anderem die Hand­lich­keit der anonymisierten Produktbehälter, ob sie sich gut öffnen und schließen ließen. Wir erfassten, ob es eine Originalitäts­sicherung sowie Entsorgungs­hinweise gab. Ein Experte prüfte, ob es Mogel­packungen oder Müll­packungen waren.

Deklaration und Werbeaussagen: 10 %

Ein Experte prüfte, ob die Kenn­zeichnung der EU-Kosmetik- und der Fertigpackungs­ver­ordnung entsprach. Ein Experte und die Probandinnen beur­teilten die Werbeaussagen. Drei Fachleute bewerteten Leserlich­keit und Über­sicht­lich­keit der Angaben. Bei Produkten mit konkreten Werbe­versprechen zur Volumen­steigerung maßen wir unter stan­dardisierten Bedingungen mit einer Laser­technik das Volumen einzelner Haare vor und nach dem Behandeln mit den Mascaras. Aus den Mess­werten berechneten wir die Volumen­zunahme. Folgende Methode setzten wir ein:

Volumen­messung in vitro (fakultativ): Die Volumen­messung in vitro wird bei Mascara durch­geführt, für die mit konkreten Werbe­versprechen zur Volumen­zunahme geworben wird (z. B. „200 % mehr Volumen“, „4x mehr Volumen“). Als Ersatz für Wimpern dienen humane Kopf­haare. Einzelne Haare werden in speziellen Halterungen fixiert. Die Messung der Haardicke (bzw. des Haarvolumens) erfolgt mittels Laser­technik. Dabei wird das Haar um 360° seiner Längs­achse gedreht. Es werden jeweils 5 Haare zu einem Wimpern­satz zusammengesetzt. Die Wimpernsätze werden stan­dardisiert mit der Mascara behandelt. 30 Minuten nach Ende der Applikation werden die einzelnen Haare wieder separat laser­tech­nisch vermessen. Insgesamt werden sechs Wimpernsätze pro Produkt behandelt, so dass pro Produkt die Ergeb­nisse von 30 Einzel­haaren in die Bewertung mit einfließen. Sämtliche Messungen finden unter stan­dardisierten Klimabedingungen statt.

Abwertungen

Durch Abwertungen wirken sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil aus. Folgende Abwertungen setzten wir ein: Lautete das Urteil für Volumen oder Wasser­festig­keit befriedigend, konnten die kosmetischen Eigenschaften und das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Hieß das Urteil für kritische Stoffe ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein. Lautete das Urteil für Deklaration und Werbeaussagen ausreichend, werteten wir das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note ab.

Weitere Unter­suchungen

Wir bestimmten die Konzentrationen deklarations­pflichtiger Duft­stoffe. Die Ergeb­nisse waren unauffäl­lig. Wir fragten die Anbieter, ob die Produkte Mikro­plastik – also feste, nicht wasser­lösliche Kunst­stoff­partikel – enthalten.

Folgende Methode setzten wir ein:

Deklarations­pflichtige Duft­stoffe: mittels GC-MS in Anlehnung an Methode DIN EN 16274:2012–09

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