Bei der Investmentgesellschaft Frankfurt-Trust werden seit dem 1. Juni 2004 Kauf- und Verkaufsorders für Dachfonds und für Fonds mit hohem USA-Anteil statt zum Preis des gleichen Tages nun zum Preis des Folgetages abgewickelt. Die Gesellschaft reagiert damit auf die Diskussion über so genannte Market-Timing-Aktivitäten bei Investmentfonds.

Market-Timing heißt das kurzfristige Handeln mit Wertpapieren. Dabei nutzen Anleger gezielt unterschiedliche Börsenzeiten aus. Es führt dazu, dass Fonds ihre Bestände häufig aufstocken und wieder abbauen müssen. Das mindert die Rendite der anderen Fondsbesitzer. Mit der Verlängerung der Zeitspanne zwischen Orderannahme und Preisfestsetzung werden solche kurzfristigen Spekulationen verhindert.

Wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) auf Anfrage erklärt, haben auch alle anderen in diesem Verband zusammengeschlossenen Fondsgesellschaften Maßnahmen gegen Market-Timing getroffen. So sei bei vielen Anbietern seit längerem ein je nach Anlageregion unterschiedlicher Orderschluss üblich.

Dieser Artikel ist hilfreich. 425 Nutzer finden das hilfreich.