Markenfälschung Meldung

Der Kauf von gefälschten Luxusprodukten à la Rolex, Gucci & Co. kann Ärger bringen – im Ausland wie in Deutschland. Die Nachrichtenagentur AFP hat berichtet, dass eine dänische Touristin in ­Italien zu einer Geldstrafe von 10 000 Euro verurteilt wurde, weil sie für 10 Euro eine gefälschte Luxus-Sonnenbrille gekauft hatte.

Wer in Deutschland – etwa über Internet – Fälschungen kauft, kann ebenfalls in Konflikt mit dem Gesetz kommen. „Die geschädigten Hersteller haben in manchen Fällen von Produktpiraterie auch gegen die Käufer einen Anspruch auf Unterlassung der Nutzung und auf Vernichtung der Ware“, erklärt Anwalt Helmut Becker aus Konstanz. Das gute Stück ist dann also weg. Der Käufer handelt vorsätzlich, wenn er weiß, dass er eine Fälschung kauft oder das zumindest für möglich hält, es ihm aber egal ist.

Eine Geldstrafe wie in Italien gibt es hierzulande bislang noch nicht. Sie wäre nach Ansicht von Becker aber ebenfalls denkbar, da der Kauf von Plagiaten juristisch ganz ähnlich wie Hehlerei gewertet werden könne. Und die ist strafbar. Ist der Kaufpreis so niedrig, dass der Käufer sich einzig eine Fälschung vorstellen kann, wäre er dann dran.

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