Manipulierter Auto­unfall Meldung

Detektive gehen im Auftrag der Versicherer Betrugs­fällen nach.

Ein Kfz-Haft­pflicht­versicherer darf ein Detektivbüro beauftragen, wenn es bei einem Verkehrs­unfall deutliche Anzeichen für einen Betrug gibt. Bestätigt sich der Manipulations­verdacht, muss der Unfall­gegner auch die Kosten für solche Ermitt­lungen tragen.

Aufwand höher als bei bloß routine­mäßiger Prüfung

Das Hanseatische Ober­landes­gericht Bremen gab einem Versicherer recht: Die Gegen­seite muss 630 Euro Detektiv­kosten erstatten (Az. 2 W 82/15). Kosten für die routine­mäßige Prüfung eines Versicherungs­falls muss jedes Unternehmen zwar selbst tragen. Doch wenn abzu­sehen ist, dass etwas faul ist und es zum Prozess kommt, muss der Gegner auch dafür zahlen.

2 Milliarden Euro Schaden durch Auto-Versicherungs­betrug

Der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft schätzt, dass jeder achte bis zehnte Unfall Anzeichen einer Manipulation aufweist. Der Schaden belaufe sich in der Kfz-Haft­pflicht­versicherung auf jähr­lich etwa 2 Milliarden Euro.

So finden Sie den güns­tigsten Tarif

Die Preise für Auto­versicherungen unterscheiden sich zum Teil sehr stark. Zwischen dem güns­tigsten und dem teuersten Angebot liegen mitunter hunderte Euro. Wer sparen will, muss den Tarif wechseln. Bei der Suche nach der richtigen Police hilft die individuelle Analyse Autoversicherung der Stiftung Warentest. Sie bezieht so gut wie alle Versicherer mit ein und nennt güns­tige Tarife – genau für Ihren persönlichen Versicherungs­bedarf. Wer jetzt noch seine alte Police kündigen möchte, muss sich beeilen: Stichtag ist in den meisten Fällen der 30. November. Auto­fahrer, die eine Beitrags­erhöhung bekommen haben, haben noch etwas mehr Zeit: Sie haben ein außer­ordentliches Kündigungs­recht. Die Frist läuft einen Monat ab Erhalt der Rechnung.

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