Mangelhafte Ware Meldung

Kunden dürfen einen Kauf rück­gängig machen, wenn die Ware Mängel hat und der Verkäufer sie nicht auf seine Kosten repariert oder Ersatz liefert – allerdings nur, wenn der Fehler erheblich ist. Bisherige Faust­regel: Betragen die Reparatur­kosten mindestens 10 Prozent des Kauf­preises, darf der Kunde sein Geld zurück­verlangen. Diese Grenze hat der Bundes­gerichts­hof nun gesenkt: Im Regelfall reichen schon 5 Prozent (Az. VIII ZR 94/13). Ein Auto­käufer durfte deshalb einen 30 000-Euro-Neuwagen mit defekter Einpark­hilfe zurück­geben.

Händler haben meist zwei Reparatur­versuche. In diesem Fall gelang die Nachbesserung nicht und die Werk­statt lehnte weitere Versuche ab.

Wichtig: Die Reparatur­kosten schätzte ein Gutachter auf 2 000 Euro, also 6,5 Prozent des Kauf­preises. Bei weniger als 5 Prozent hätte der Kunde das Auto nicht zurück­geben dürfen, aber eine Preis­minderung verlangen können.

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