Verkäufer mangelhafter Ware müssen nicht nur kostenlos einwandfreien Ersatz liefern. Sie müssen bei Bedarf auch die Kosten für den Einbau übernehmen, sofern diese einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. VIII ZR 70/08). Zuvor hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) bei den deutschen Gerichten verbraucherfreundlichere Urteile angemahnt (Az. C-65/09 und C-87/09).

Mit diesen Urteilen ist für Ware wie eine Spülmaschine, die sich ohne größeren Aufwand austauschen lässt, alles klar. Offen ist aber immer noch, was angemessene Austauschkosten sind, wenn es um Waren wie Fliesen geht.

Der BGH verwies den aktuellen Fliesenfall zurück an die Vorinstanz. Die Richter dort müssen entscheiden, mit wie viel Geld sich ein Lieferant von mangelhaften Fliesen an dem fast 6 000 Euro teuren Austausch beteiligen muss.

Tipp: Eine Anleitung, wie Sie fehlerhafte Ware richtig reklamieren, finden Sie unter „Gewusst wie- Ware reklamieren“.

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