Malariamittel Meldung

Der Wirkstoff Mefloquin (Präparat Lariam), das wichtigste Notfallmittel gegen Malaria, wird mit Nebenwirkungen wie Angst, Depression und Psychosen in Verbindung gebracht – bis hin zum Selbstmord. In den USA wird bei Lariam jetzt darauf hingewiesen, dass es sich bei Angst, Depression, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit um Vorstadien schwerwiegender Folgen handeln kann. Und die schwedische Arzneimittelbehörde rät, Lariam drei Wochen vor Reisebeginn zu nehmen, um Nebenwirkungen erkennen zu können.

Die Weltgesundheitsorganisation und die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (www.dtg.mwn.de) empfehlen die Malariavorbeugung mit Mefloquin (Lariam) für Gebiete mit hohem Malariarisiko wie das tropische Afrika. Auf Mefloquin kann nicht immer verzichtet werden. Sobald Hinweise auf psychische Erkrankungen vorliegen, sollte es aber strikt gemieden werden. Das „arznei-telegramm“ (a-t) in Berlin nennt Alternativen: „Chloroquin (unter anderem in Resochin) plus Proguanil (Paludrine, als Kombination weniger zuverlässig als Mefloquin), Doxycyclin (u. a. in Doxizyklin Al, fördert Lichtempfindlichkeit) oder Kombinationen wie Atovaquon plus Proguanil (wie Malarone; teuer, relativ geringe Erfahrungen)“.

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