Der welt­weit erste Malaria-Impf­stoff kommt auf breiter Front zum Einsatz. Die Welt­gesund­heits­organisation (WHO) will Pilot­projekte mit Klein­kindern in Afrika starten. Das soll zeigen, ob sich das Mittel unter Routinebedingungen als nützlich und praxis­tauglich erweist.

Europäische Arznei­mittel­behörde empfahl Zulassung des Impf­stoffs

Der Plan der WHO fußt auf einem Bescheid der Europäischen Arznei­mittel­behörde. Sie empfahl im Juli 2015 die Zulassung des Impf­stoffs. Er soll nicht bei Urlaubern zum Einsatz kommen, sondern nur bei kleinen Kindern, die in einem Malaria­gebiet leben.

Impfung ersetzt nicht Vorbeugemaß­nahmen

Von dem Impf­stoff sind vier Dosen nötig. Dann verhindert er je nach Alter des Kindes 31 bis 56 Prozent der Malaria­erkrankungen, wirkt also eher schwach. Daher kann er sons­tige Vorbeugemaß­nahmen wie zum Beispiel das Schlafen unter einem Moskitonetz nicht ersetzen. Dennoch gilt er als wichtiger Schritt im Kampf gegen Malaria. Jähr­lich sterben daran mehr als eine halbe Million Menschen, vor allem Klein­kinder.

Themenpaket Impfen

Welche Impfungen für Kinder, Erwachsene und Reisende sinn­voll sind, klärt das Themenpaket Impfen der Stiftung Warentest. Neben den Impf­empfehlungen unserer Gesund­heits­experten enthält es einen Impf­kalender für Kinder und Erwachsene, Fragen und Antworten aus dem Experten-Chat, Infos zur Kosten­über­nahme von Krankenkassen für Reiseimpfungen und die Auswertung der Umfrage Impfen mit mehr als 10 000 Teilnehmern.

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