Malaria

Mücken können Krankheiten übertragen. In Mitteleuropa ist das selten. Wer eine Fernreise plant, sollte sich aber schützen ­ vor allem vor Malaria. Überträger der Malaria ist die Anopheles-Mücke. Wenn sie sticht, kann sie die Erreger von Mensch zu Mensch übertragen. Typisch für Malaria sind Fieberschübe, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Muskelschmerzen und Durchfall. Schwere Malariafälle können zum Tod führen. In Deutschland erkranken etwa 1.000 Menschen pro Jahr während oder nach einer Fernreise.

Malariaregionen: Afrika, zum Beispiel Kenia, Ghana, Nigeria, verschiedene Länder Südostasiens, etwa Indien, Indonesien, Pakistan, auch Papua-Neuguinea, einige Gebiete in Mittel- und Südamerika, etwa Teile Guatemalas und Mexikos, Brasiliens und Venezuelas und der Dominikanischen Republik.

Prophylaxe: Wer in betroffene Gebiete reist, muss schon vor Reisebeginn Medikamente einnehmen, auch während der Reise und noch mehrere Wochen danach. Wichtig: Die Behandlung nicht aussetzen. Wer vorbeugend nichts eingenommen hat, sollte Notfallmedikamente mitnehmen. Eingenommen, sobald erste Symptome der Malaria auf- treten, verbessern sie die Heilungschancen. Ein Problem: Die Malariaerreger werden gegen die Mittel resistent. Die Wahl des Mittels hängt von Reiseziel und -dauer und von Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten des Reisenden ab.

Tipp: Informieren Sie sich vor der Reise genau über Resistenzen in Ihrem Reiseland und über spezifische Empfehlungen für die Prophylaxe. Suchen Sie dann Ihren Arzt auf. Er verschreibt Ihnen die für Sie geeignete Behandlung.

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