Tipps

Maklerlohn. Eine Courtage oder Provision wird fällig, wenn ein Maklervertrag abgeschlossen wurde, der Makler eine Wohnung nachgewiesen oder vermittelt hat und deshalb ein Kauf- oder Mietvertrag geschlossen wurde. Für Mietwohnungen dürfen bis zu zwei Kaltmieten verlangt werden, bei Wohneigentum gelten meist ortsübliche Sätze. Diese kann man beim Ring Deutscher Makler (Tel. 0 40/3 25 64 80) und dem Verband Deutscher Makler (Tel. 0 30/38 30 25 28) erfragen.

Vorschuss. Vorkasse ist verboten. Haben Sie für eine Vermittlung gezahlt, die dann doch nicht zu einem Miet- oder Kaufvertrag geführt hat, können Sie das Geld innerhalb von vier Jahren zurückfordern.

Auslagen. Makler dürfen keine Verwaltungsgebühren oder Bearbeitungspauschalen fordern. Ausnahme: Übersteigen Auslagen des Maklers eine Monatsmiete, muss der Interessent zahlen, wenn dies vertraglich vereinbart wurde.

Verflechtung. Die Provision kann zurückgefordert werden, wenn der Makler selber Eigentümer der vermittelten Immobilie ist. Sitzt er dagegen nur mit dem Eigentümer in einem Boot, etwa als Verwalter oder enger Verwandter, urteilen Gerichte unterschiedlich.

Anfechtung. In Fällen, in denen ein Kaufvertrag etwa wegen einer arglistigen Täuschung durch den Verkäufer oder wegen Wucher angefochten werden kann, entfällt die Provision (BGH, Az. III ZR 3/00).

Druck. Hat der Makler massiv gedrängt, ("sofort entscheiden, sonst ist die Wohnung weg!"), kann die Provision zurückgefordert werden (OLG Düsseldorf, Az. 7 U 68/98).

Dieser Artikel ist hilfreich. 659 Nutzer finden das hilfreich.