Makler Meldung

Makler sind bei Immobilienverkäufen zu teuer, urteilt eine Studie des Verbandes „wohnen im eigentum“. Bundesweit liegen die Provisionen zwischen 4,60 und 6,96 Prozent – das ist deutlich mehr als im EU-Ausland. In den Niederlanden beispielsweise werden 1,9 Prozent gezahlt. Die befragten 200 Makler begründeten ihre Preise nicht mit sachlichen Argumenten, sondern mit dem Hinweis, sie seien „ortsüblich“. Doch auf Anfrage war jeder zweite Makler schon beim telefonischen Erstkontakt bereit, seine Courtage zu senken, im Schnitt um 20 Prozent. Der tatsächlich ortsübliche Wert liegt also deutlich unter dem Geforderten. Trotz des hohen Preises boten die Makler oft wenig. So wurde nur jedem zweiten Kunden der Wert der Immobilie erklärt.

In einigen Regionen teilen sich Käufer und Verkäufer die Courtage. Doch immer öfter muss allein der Käufer zahlen. Das führt zu der paradoxen Situation, dass viele Makler einseitig die Verkäufer bevorzugen, zum Beispiel mit dem Tipp, vor der Besichtigung rasch den Feuchtigkeitsgeruch aus dem Keller zu lüften, und sich dafür vom Käufer bezahlen lassen.

Häufig neigten die Makler dazu, das Objekt möglichst schnell zu verkaufen. Dem Verkäufer wurde ein hoher Preis in Aussicht gestellt, um ihn zu binden, und dabei offenbar bewusst einkalkuliert, dass dieser Wert später nicht erzielt werden würde.

  • Tipp: Gabi Heinrich, Vorsitzende von „wohnen im eigentum“ rät Immobilienkäufern, über die Courtage zu verhandeln. In Regionen mit wenig Verkäufen gingen Makler sogar auf 1 bis 2 Prozent herunter.

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