Makler, die eigene Wohnungen vermitteln, dürfen keine Provision verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof klarge­stellt (BGH, Az. III ZR 41/03).

Eigentlich regelt dies bereits das Gesetz. Doch der zugrunde liegende Fall war knifflig. Zum Zeitpunkt der Vermittlung an einen Mieter hatte die Maklerin ihre Wohnung bereits verkauft. Doch das genügte dem BGH nicht. Da die erforderliche Umschreibung im Grundbuch noch nicht erfolgt war, betrachtete das Gericht die Maklerin weiterhin als Eigentümerin. Der Mieter durfte seine Provision zurückfordern.

Anders ist das, wenn ein Mieter oder Käufer über enge wirtschaftliche Verflechtungen des Maklers mit der Verkäuferseite Bescheid weiß. Zwar darf auch ein Makler, der eine Wohnung ­lediglich verwaltet, keine Provision verlangen. Weist er aber vor der Vermittlung darauf hin, kann er doch kassieren.

Achtung: Ein Makler muss einem Interessenten nicht erklären, dass eine Provision eigentlich verboten ist. Hat er auf seine Verwaltertätigkeit ausdrücklich und vor dem Geschäft hingewiesen, genügt das. Es spielt keine Rolle, ob der Interessent den rechtlichen Zusammenhang verstanden hat (BGH, Az. III ZR 287/02).

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