So haben wir getestet

Im Test: 13 Make-ups, die versprechen, Rötungen, Pigment­flecken oder Unebenheiten abzu­decken. Wir kauf­ten die Produkte im Juli und August 2019 ein. Die Preise ermittelten wir in einer Anbieterbefragung im Dezember 2019.

Kosmetische Eigenschaften: 60 %

22 Probandinnen mit dauer­haften Haut­ver­änderungen im Gesicht wie Pigment­flecken, erweiterte Äderchen oder Rötungen testeten die anonymisierten Produkte, die Ergeb­nisse dokumentierten sie anhand eines Fragebogens: Sie trugen je ein Make-up drei Tage zu Hause auf, prüften Deck­kraft, Hautgefühl, Gleich­mäßig­keit, die Halt­barkeit per Zeit­protokoll über 16 Stunden, ob es sich in Fält­chen absetzte, wie natürlich das Ergebnis wirkte. Am Ende des Tests wurde zusätzlich ein plausibilitäts­kontrolliertes Interview mit jeder Probandin durch­geführt.

Unter Aufsicht schminkten sie sich auch im Prüf­institut nach einer definierten Einklimatisierungs­zeit. Direkt vor dem Schminken und nach dem Trocknen wurden sie unter stan­dardisierten Bedingungen fotografiert. Zwei Experten beur­teilten anhand der Fotos Deck­kraft, Natürlich­keit und Gleich­mäßig­keit des Make-ups.

Anwendung: 10 %

Die 22 Probandinnen beur­teilten die Konsistenz der Produkte, wie sie sich verteilen und wieder entfernen ließen, wie sie trock­neten, ob sie auf Textilien abfärbten.

Mikrobiologische Qualität: 0 %

Die Bestimmung der Gesamt­keimzahl und der Nach­weis bestimmter Mikro­organismen erfolgte in Anlehnung an Ph. Eur., 9. Ausgabe, 2.6.12/13 in Anlehnung an Ph. Eur., 9. Ausgabe, 5.1.3 unter Berück­sichtigung der SCCS-Leit­linien. Die mikrobiologische Qualität war bei keinem Produkt zu bean­standen.

Kritische Stoffe: 10 %

Waren Cyclosiloxane und Lilial (Butylphenyl Methyl­propional) auf der Packung genannt, analysierten wir ihre Gehalte. Ein Produkt enthielt Lilial, drei Produkte enthielten Cyclopentasiloxan D5. Alle Produkte hielten die gesetzlichen Vorgaben ein.

Folgende Methoden wurden einge­setzt:

  • Cyclosiloxane: Analyse mittels GC-FID.
  • Butylphenyl Methyl­propional: Analyse mittels GC-MS in Anlehnung an DIN EN 16274.
  • Schwer­metalle prüften wir in Anlehnung an Methode: DIN EN 71–3, mittels ICP-MS:

Nutzerfreundlich­keit der Verpackung: 10 %

Die 22 Probandinnen bewerteten, wie sich die Behälter öffnen und schließen lassen und wie sich das Produkt entnehmen lässt. Ein Experte über­prüfte unter Berück­sichtigung von Paragraf 7 Abs. 2 Eichgesetz, ob es sich um Mogel­packungen handelte. Wir testeten, ob eine Originalitäts­sicherung vorhanden war und ermittelten auch den nutz­baren Inhalt pro Packung.

Deklaration und Werbeaussagen: 10 %

Drei Fachleute bewerteten Lesbarkeit der Angaben. Ein Experte über­prüfte, ob die Kenn­zeichnung der EU-Kosmetik- und der Fertigpackungs­ver­ordnung entsprach. . Er beur­teilte zudem die Werbeaussagen.

Abwertungen

Abwertungen sind mit Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen setzten wir ein: War die Deck­kraft befriedigend oder schlechter, konnten die kosmetischen Eigenschaften und das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Lautete ein Einzel­urteil für kritische Stoffe (Lilial und D5) ausreichend, hieß der gesamte Prüf­punkt ausreichend und das test-Qualitäts­urteil wurde eine Note abge­wertet.

Weitere Unter­suchungen

Naturkosmetik­produkte prüften wir auf mineral­ölbasierte synthetische Stoffe: Bestimmung des biogenen Kohlen­stoff­anteil. Die Bestimmung erfolgt mittels Radio­carbon­methode (Flüssigs­zintillations­spektrometrie). Nach Verbrennung der Probe in einem Makro-Elementar­analysator wurde das CO2-Gas separat aufgefangen, unter Verwendung eines Temperaturgradienten freigesetzt und in einer vorgelegten, gekühlten Mischung eines Szintillations-Cock­tails (Carbosorb/Permafluor) absorbiert. Der CO2-Anteil wurde unter Berück­sichtigung der Massendifferenz berechnet. Zur Korrektur der 14C-Werte werden die 13C / 12C-Isotopen­verhält­nisse mittels Elementar­analysator in Kombination mit einem IRMS (Isotopen­verhältnis-Massenspektrometer) bestimmt. Kein Produkt fiel auf.

Wir fragten die Anbieter, ob die Produkte Mikro­plastik enthalten, also feste, nicht wasser­lösliche Kunst­stoff­partikel.

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