Magersucht hinterlässt Schäden im Gehirn. Wo sie liegen und wie tiefgreifend sie sind, haben Forscher der TU Dresden an 40 Patientinnen untersucht. Mithilfe eines hoch­auflösenden Magnetresonanztomografen (MRT) ermittelten sie die Dicke der Hirn­rinde – und stellten fest, dass die graue Substanz deutlich geschrumpft war. Laut Studien­leiter Professor Stefan Ehrlich ähnelt das Ausmaß der Veränderungen „den bei einer Alzheimer-Erkrankung beob­acht­baren Abbau­prozessen“. Die Menge der grauen Substanz soll die Intelligenz mitbestimmen. Es gibt Hoff­nung: Laut Ehrlich kann durch erfolg­reiche Therapie, die zu Normalgewicht und gesundem Essverhalten führt, die Dicke der Substanz voll­ständig wieder­hergestellt werden. Jede zweite Patientin hätte das erreicht. Andere Schäden, wie der Abbau von Knochen­substanz, seien nicht umkehr­bar.

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