Magersucht Meldung

Nur jede zweite Patientin mit krankhafter Magersucht (Anorexia nervosa) kann nach dem Therapieabschluss als geheilt betrachtet werden. Die Sterblichkeit bei Magersüchtigen liegt über zehn Prozent.

Ein Beitrag in der „Zeitschrift Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie“ warnt vor rein informativen oder emotional abschreckenden Behandlungsformen. Besser seien Ansätze, die auch die Persönlichkeit stärken und Kompetenz fördern. Zum Beispiel das Projekt „PriMa“, Primärprävention Magersucht. Es wurde vom Universitätsklinikum Jena in Kooperation mit dem Thüringer Kultusministerium für Mädchen ab der 6. Klasse zur Vorbeugung und Verringerung von Magersucht entwickelt. In neun Unterrichtseinheiten werden mit speziell entwickelten Postern typische Situationen und Stationen der Magersucht mit Schülerinnen bearbeitet. Die Poster stellen Stationen aus dem Leben einer Barbiepuppe auf dem Weg in die Magersucht dar.

An der Studie beteiligten sich über 1 000 Mädchen aus Thüringen. Nun wird ein Folgeprojekt für Mädchen und Jungen gefördert.

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