Magenmittel: Was, wann, wie?

Antazida: Für kurze Attacken von Sodbrennen stehen Antazida zur Verfügung. Sie binden die überschüssige Magensäure. Der Effekt setzt je nach Zusammensetzung bereits nach wenigen Minuten ein, hält aber nicht sehr lange vor. Die Wirkung hängt davon ab, wie viel Magensäure gebunden wird. Bei Sodbrennen wird eine Bindungskapazität von 10 bis 25 Millival pro Dosis empfohlen – die Menge, die ein Achtel- bis ein Viertelliter Magensäure neutralisiert.

H2-Blocker: Sie besetzen Bindestellen für das Gewebehormon Histamin (H2-Rezeptoren) im Magen, die die Säureproduktion steuern. Die Magenschleimhaut gibt dann weniger Säure ab. Sie wirken vier bis sechs Stunden, aber schwächer als Protonenpumpenhemmer. Sie gelten als hilfreich, wenn Protonenpumpenhemmer nicht vertragen werden. Hoch dosiert sind sie rezeptpflichtig.

Protonenpumpenhemmer: Gelten als Mittel der 1. Wahl bei der Refluxkrankheit der Speiseröhre. Sie sind rezeptpflichtig und in puncto Nebenwirkungen so sicher wie H2-Blocker. Von allen Magenmitteln unterbinden sie die Säurebildung am stärksten.

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