Vergleich

Maestro-Karte
(Sperren unter
0 180 5/02 10 21)

Kreditkarte
(Sperren unter z. B.
Visa 0 800/8 14 91 00,
American Express 0 69/97 97 10 00,
Mastercard 0 69/79 33 19  10)

Missbrauch mit Geheimzahl

Hebt der Dieb mit der Geheimzahl (Pin) am Automaten Geld ab, hat der Kartenbesitzer häufig Pech gehabt. Das Geld ist abgebucht und weg. Denn noch immer vermuten viele Gerichte, dass der Karteninhaber zuvor mit der gestohlenen Karte und der Pin schlampig umgegangen ist (mehr dazu in Finanztest 11/2002, S. 63). Kundenfreundliche Gerichtsurteile, wie in diesem Heft auf Seite 70 dargestellt, sind leider noch die Ausnahme.

Benutzt der Dieb die Karte mit der Geheimzahl (Pin) und hat der Karteninhaber die Karte so schnell wie möglich als gestohlen gemeldet, haftet er bis zum Zeitpunkt der Diebstahlsmeldung mit maximal 50 Euro. Bestohlene sollten die Karte also möglichst schnell beim Kreditkartenunternehmen als gestohlen melden. Nach der Verlustmeldung haftet der Karteninhaber gar nicht mehr. Es sei denn, er missbraucht die Karte bewusst, etwa indem er mit dem „Dieb“ zusammenarbeitet.

Missbrauch mit gefälschter Unterschrift

Kauft der Dieb mit der Maestro-Karte und fälscht unentdeckt die Unterschrift des Karteninhabers, bucht die Bank den Geldbetrag per Lastschrift vom Konto ab. Die Kontoinhaber können diese Lastschrift nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken bis zu sechs Wochen nach Rechnungsab­schluss der Bank (meist Quartalsende) stornieren. Die Stornierung ist kostenlos.

Verwendet der Dieb die Karte ohne Geheimzahl und mit einer gefälschten Unterschrift, wird per Lastschrift vom Konto des Bestohlenen abgebucht. Diese unberechtigten Lastschriften können die Kontoinhaber stornieren (wie bei Maestro-Karte, siehe links).