FAQ Mähroboter: Das können die selbst­fahrenden Rasenmäher

Mähroboter im Test Test

Bevor ein Rasenroboter den Rasen selbst­tätig mähen kann, ist für den Gärtner noch einiges zu tun: Er muss die Rasenfläche fast immer mit einem Signalkabel umranden, damit das Gerät seine Grenzen erkennt und alle Stellen außen vor lässt, die nicht gemäht werden sollen – wie zum Beispiel Blumen­beete. Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Mähroboter finden Sie in unseren FAQ.

Ihre Fragen, unsere Antworten

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Welche Steigung schafft ein Mähroboter?

Die Roboter kommen auch auf recht steilen Flächen zurecht. Wie steil der Winkel sein darf, steht in der Gebrauchs­anleitung. Im aktuellen Mähroboter-Test der Stiftung Warentest liegt der Winkel zwischen 15 und 24 Grad zur Waagerechten. Achtung: der in den Anleitungen genannte Winkel bezieht sich nur auf die eigentliche Rasenfläche. An den Rändern der zu mähenden Fläche darf der Steigungs­winkel meist nur zwischen 5 und 10 Grad sein. Diese Angabe fehlt in vielen Anleitungen. Wer seinen Roboter auf einem abschüssigen Rasen einsetzen möchte, sollte vorsichts­halber Rat beim Verkäufer einholen.

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Woher wissen die Roboter, wo der Rasen zu Ende ist?

Fast alle Rasenroboter im aktuellen Test (bis auf Ambrogio) benötigen einen Begrenzungs­draht, der zu Beginn des Betriebes fest verlegt werden muss. Er wird an die Lade­station ange­schlossen. Mithilfe von Sensoren erkennt der Roboter die Begrenzung und macht kehrt. Anstoß­sensoren helfen dem Gerät, harte Kanten ab einer bestimmten Höhe zu erkennen, etwa hohe Rasenkanten­steine oder Aufbauten. Offene Blumen­beete oder Flächen, die nicht befahren werden sollen, müssen durch weitere Begrenzungs­drähte markiert werden.

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Wie verlegt man das Begrenzungs­kabel?

Der Draht kann auf dem Rasen verlegt werden. Es wird dort mit Klammern fest­gesteckt. Er wächst dann lang­sam in den Rasen ein. Doch Vorsicht: Das Kabel kann anfangs zur Stol­perfalle werden, und es besteht die Gefahr, dass es beim Vertikutieren durch­trennt wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann das Kabel tiefer im Boden versenken. Fach­betriebe helfen bei der Installation. Auch eine Barriere stoppt den Roboter, ersetzt aber nicht das Begrenzungs­kabel. Der Roboter fährt nämlich erst dann los, wenn das Begrenzungs­kabel eine geschlossene Schleife bildet.

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Wie viel Strom verbraucht ein Mähroboter?

Die Energiekosten für den Strom sind im Vergleich zu den Anschaffungs- und Wartungs­kosten gering. Sie betrugen in unserem aktuellen Test zwischen 4 und 17 Euro pro Jahr – zugrundegelegt sind eine Fläche von maximal 500 Quadrat­metern und ein Strom­preis von 28 Cent pro Kilowatt­stunde.

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Welche Laut­stärke entwickeln Mähroboter?

Die Rasenroboter sind im Betrieb vergleichs­weise leise. Ihre Laut­stärke beträgt nach Anbieter­angaben zwischen 58 und 72 Dezibel. Das entspricht in etwa der Laut­stärke einer normalen Unterhaltung, dürfte also tags­über kein Problem sein. Lautere Gartengeräte wie hand­geführte Rasenmäher, dürfen nur wochen­tags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr einge­setzt werden – und an Sonn- und Feier­tagen gar nicht. Wer sich vorsichts­halber an diese Regeln hält, bekommt auch beim Betrieb eines Mähroboters keinen Ärger.

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Für wen lohnt sich ein Mähroboter?

Mähroboter gibt es von vielen Anbietern und für unterschiedliche Flächengrößen. Die Geräte in unserem Test sind laut Anbieter für Flächen zwischen 200 und 3 000 Quadrat­meter vorgesehen. Diesen Angaben liegen aber meist sehr einfache Flächen­grund­risse zugrunde. Ist das Grund­stück abschüssig oder in Teil­stücke zersplittert und voller Hinder­nisse, sollten Sie Ihren Fachhändler zu Rate ziehen oder einen qualifizierten Gartenbau­betrieb.

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Wie viel kostet ein Rasenmäher-Roboter?

Die Mähroboter aus unserem aktuelle Test kosten zwischen 800 und knapp 2 900 Euro. Dazu kommen Kosten für die Wartung, für Ersatz­messer, für einen Ersatz­akku plus Einbau, der nach mehreren Jahren nötig sein kann. und eventuell auch für die Hard­ware­nach­rüstung zur Nutzung von Apps. Die zusätzlichen Kosten im Laufe des Roboter­lebens können erheblich sein. Ein neuer Akku für die getesteten Roboter kostet zwischen 80 und 330 Euro, neue Messer zwischen 6 und 50 Euro.

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Wie organisiert ein Mähroboter seinen Betrieb?

Die Roboter sind mit vielen Sensoren bestückt und so programmiert, dass sie die Rasenfläche selbst­ständig mähen. Die meisten Geräte machen dies nach einem Zufalls­prinzip, manchmal zusätzlich mit Kreisen oder Bahnen. Die Mähzeiten lassen sich vom Nutzer programmieren.

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Wie lange braucht ein Roboter, um den Rasen voll­ständig zu mähen?

Das hängt von der Größe und Struktur des Grund­stücks ab. Je einfacher die Geometrie, desto schneller wird der Roboter die Fläche gemäht haben. Enthält das Grund­stück viele Hinder­nisse oder Passagen, muss er länger fahren und ist – bedingt durch die notwendigen Aufladezeiten – entsprechend länger unterwegs als bei gleicher Fläche ohne Hinder­nisse. Ist Ihr Grund­stück verwinkelt, wählen Sie lieber einen Roboter, der für eine größere Fläche ausgelegt ist, damit sie nicht zu lange mähen müssen.

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Können durch Rasenroboter Tiere verletzt werden?

Die Roboter über­fahren alle Gegen­stände und Lebewesen, die zu klein sind, um von ihm erkannt zu werden. Die Messer können auch Tiere verletzen. Verschiedentlich wird über verletzte Igel berichtet. Im Test wurde eine Igelattrappe von allen Geräten entweder erkannt (Gerät stoppt) oder weggeschoben, aber nicht verletzt. Ob das bei echten Igeln – insbesondere bei Jung­tieren – genauso funk­tioniert, ist die Frage. Es empfiehlt sich daher, vor Mähbeginn den Rasen nach Kleintieren abzu­suchen.

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Was passiert, wenn kleine Gegen­stände auf dem Rasen liegen?

Kleine Gegen­stände, insbesondere flache, werden nicht erkannt. So können Kleidungs­stücke, Obst oder Steinchen in das Messer geraten und zerstört werden oder die Messer schädigen. Über­prüfen Sie Ihren Rasen daher sorgfältig, bevor sie den Roboter in Betrieb nehmen.

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Kann ich den Roboter auch nachts mähen lassen?

Das könnten Ihre Nach­barn als störend empfinden. Zudem sind nachts mehr Tiere unterwegs, die verletzt werden könnten. Auch ist das Gras in der Nacht nass, und Ihr Roboter wird sehr schnell verschmutzen. Kalkulieren Sie besser nur mit Aktiv­zeiten am Tag, wenn ausgeschlossen werden kann, dass Kinder in der Nähe sein könnten.

Generell gilt fürs Rasenmähen, dass Ruhe­zeiten einzuhalten sind – dazu zählen Sonn- und Feiertage. An Werk­tagen, zu denen auch der Sonn­abend zählt, darf nur zwischen 7 und 20 Uhr gemäht werden. Diese Ruhe­zeiten können jedoch durch landes­recht­liche Regeln ausgeweitet werden. So ist es vieler­orts nicht unüblich, werk­tags zwischen 13 und 15 Uhr eine Mittags­ruhe einzuhalten. Wer sich nicht daran hält und etwa schon früh um 6 Uhr mäht, dem droht unter Umständen eine Geldbuße von bis zu 5 000 Euro. Der Verstoß gegen die Ruhe­zeiten ist eine Ordnungs­widrigkeit.

Tipp: Reden Sie zunächst einmal mit Ihren Nach­barn. Gegebenenfalls können Sie sich auch Hilfe bei der Gemeinde- oder Bezirks­verwaltung holen. Dort bekommen Sie auch genaue Informationen zu den Ruhe­zeiten in Ihrer Nach­barschaft.

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Kann mein Roboter gestohlen werden?

Natürlich kann auch Ihr Rasenroboter einem Lang­finger zum Opfer fallen. Doch letzt­lich wird der Dieb wenig mit seiner Beute anfangen können. Alle Roboter sind nämlich durch eine Pin-Nummer gesichert. Viele funk­tionieren nur mit der zugehörigen Lade­station. Sollte der Dieb es auf die Batterie abge­sehen haben, dürfte er sich schwer tun: Diese kann meist nur vom Fachmann entnommen und gewechselt werden.

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Ich möchte keinen Roboter zum Rasenmähen. Was raten Sie mir?

Versuchen Sie es doch einmal mit einem Akku-Rasenmäher. Diese Geräte sind deutlich billiger als Mähroboter (Preise: rund 200 bis 450 Euro), sie arbeiten leiser als Benzin-Mäher und sind mobiler als kabel­gebundene Geräte. Bei unserem letzten Test von Akku-Rasenmähern schnitten vier von elf Geräten gut ab.

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