Mähroboter im Test Test

So nicht. Mähroboter sollten nicht arbeiten, wenn Kinder in der Nähe sind. Das birgt Gefahr.

Wenn Roboter den Rasen mähen, wird aus der Spielwiese ein Sperr­gebiet. Zwar erfüllen sechs von acht getesteten Rasenrobotern ihre Haupt­aufgabe gut. Doch auf spielende Kinder ist keines der Modelle aus dem Mähroboter-Test genügend einge­stellt. Wegen Sicher­heits­mängeln bekommen zwei Rasenmäher-Roboter deshalb von den Prüfern der Stiftung Warentest nur die Note Mangelhaft. Über ein Befriedigend kommt keines der Modelle im Test hinaus (Preise: 800 bis 2 850 Euro).

Kompletten Artikel freischalten

TestMähroboter im Test25.04.2018
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle.

Acht Rasenroboter im Test

Die Stiftung Warentest hat acht Rasenroboter getestet – fünf Mähroboter für Flächen bis 1 000 Quadrat­meter und drei Geräte für große Flächen über 1 000 Quadrat­meter. Preisspektrum: Zwischen 800 und 2 850 Euro. Im Test­feld sind Produkte so namhafter Hersteller wie Bosch, Gardena und Husqvarna. Doch obwohl sechs von acht Rasenmährobotern gut mähten, erreichte am Ende keiner eine bessere Note als Befriedigend. Denn bei allen Mährobotern im Test gibt es ein Unfall­risiko. Insbesondere spielende Kinder können von den Rasenmäher-Robotern verletzt werden. Bei zweien sind die Sicher­heits­bedenken so groß, dass die Stiftung Warentest die rote Karte zog.

Das bietet der Mähroboter-Test

Test­ergeb­nisse. Unsere Test­tabelle zeigt Bewertungen für acht Rasenroboter, darunter bekannte Modelle wie der Husqvarna Auto­mower 420 und der Gardena Smart Sileno 19060-60. Folgende Prüf­punkte mussten die Mähroboter im Test bestehen: Mähen, Hand­habung, Sicherheit und Daten­sende­verhalten der Apps.

Tipps für Betrieb und Wartung. Wir erklären, wie Sie Ihren Rasenmähroboter programmieren, reinigen und warten – und wie oft das Gerät zum Einsatz kommen sollte.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum aktuellen Testbe­richt aus test 5/2018 sowie zur Vorgänger­unter­suchung aus test 5/2014.

Mehr auf test.de: Sie wollen keinen Rasenroboter kaufen, weil Ihnen das zu teuer ist? Wir haben auch Rasenmäher mit Akku getestet. Vier von elf Geräten schneiden gut ab. Fragen zum Thema Rasenroboter beant­worten wir in unseren FAQ Mähroboter.

Zwei Rasenmähroboter stoppen nicht

Ein stehendes Kind erkannten alle Rasenmäher-Roboter. Bei krabbelnden Kindern hielten sechs ebenfalls recht­zeitig an. Zwei Modelle – Robomow RC304u und Honda Miimo 310 – fuhren auf die Fußattrappe auf und hinterließen deutliche Schnitte an dem Kinder­schuh. Barfuß hätte das zu heftigen Verletzungen geführt. Vergleich­bare Unfälle mit selbst­fahrenden Rasenmähern hat es bereits gegeben. Wir bewerteten daher beide Mähroboter mit mangelhaft.

Video: Fahr­wege der Mähroboter und tiefe Schnitte in einem Kinder­schuh

Ein Mähroboter schneidet unsauber

Jenseits aller Sicher­heits­bedenken: Der Rasen kann sich bei den meisten Robotern sehen lassen – auch an Stellen, an denen sie oft rangieren, etwa vor der Lade­station. Nur ein Rasenroboter schneidet unsauber. Folge: ausgefranste, bräunende Grasspitzen. Dasselbe Gerät schwächelt auch als Einziges bei zehn Zenti­meter hohem Rasen, den alle anderen Mähroboter im Test problemlos schaffen.

Vier Mähroboter-Apps mit problematischem Daten­sende­verhalten

Die Hälfte der getesteten Rasenroboter bieten Apps für iOS- und Android-Geräte, über die sich die Mäher programmieren lassen. Drei Android-Apps stufen wir als kritisch ein, weil sie Daten senden, die für den Betrieb nicht erforderlich sind, etwa den Mobil­funkanbieter. Die iOS-Apps machen das nicht. Bei einem Modell bewerten wir das Daten­sende­verhalten beider App-Varianten als sehr kritisch. Die App ist mit einem Pass­wort geschützt, das unver­schlüsselt an den Anbieter über­mittelt wird. Auch das ist ein Sicher­heits­risiko.

Gefahr durch rotierende Messer

Update 23.8.2018: Unfälle mit Kindern bestätigen unsere Bewertung von Mährobotern. Naturschützer sehen auch nacht­aktive Tiere gefährdet. Unser Test von Rasenrobotern löste zwiespältige Reaktionen aus. Obwohl fast alle auto­matischen Mäher den Rasen gut in Form brachten, bewerteten wir keinen besser als befriedigend. Unser Argument: Die Roboter sind auf Auto­matik­betrieb ausgelegt, sie bergen also stets ein Unfall­risiko, insbesondere für spielende Kinder. Manche Leser fanden unsere Bewertung nicht streng genug, Anbieter kritisierten sie als zu hart.

Unfälle bei Tages­licht. Tatsäch­lich sind in den vergangenen Monaten Unfälle mit Rasenrobotern passiert: Ein Kleinkind in Österreich erlitt Schnitt­verletzungen an Hand und Fuß. Es war von der Terrasse gekrabbelt. Einem Labrador-Retriever in Krefeld wurde eine Pfote zerschnitten. In beiden Fällen arbeiteten die Mähroboter zumindest zeit­weise ohne Aufsicht.

Nachts sind Tiere in Gefahr. Um Begegnungen am Tage zu vermeiden, lassen viele Nutzer ihre Roboter nachts kreisen. Davor warnt der Natur­schutz­bund Baden-Württem­berg: „Laufen die Mähroboter nachts oder in der Dämmerung, sind insbesondere nacht­aktive Igel gefährdet.“ Der bayerische Landes­bund für Vogel­schutz verzeichnet eine steigende Zahl verletzter Igel in seinen Igel­stationen. Auch Kröten, Echsen und Insekten würden beim Mähen erfasst.

Die Morgen­stunde. Am frühen Morgen sind zumindest nacht­aktive Tiere verschwunden und Mensch und Hund noch nicht auf dem Rasen. Also eine gute Lücke für den Mäher? Leider nur, wenn es trocken ist. Denn taufeuchtes oder gar regennasses, kurz­gehäck­seltes Gras klumpt sich gern zusammen. Der Roboter mäht dann nicht mehr so gut.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. April 2018 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgängeruntersuchung aus test 5/2014.

Jetzt freischalten

TestMähroboter im Test25.04.2018
3,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle.

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,00 € pro Monat oder 50,00 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 6 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 392 Nutzer finden das hilfreich.