Die Madrixx AG in Berlin hat ihre Pleite wochenlang vor ihren Anlegern geheim gehalten. Erst Anfang Mai kam heraus, dass eine Krankenkasse und ein Finanzamt wegen rückständiger Forderungen bereits im März 2007 einen Insolvenzantrag gestellt haben. Inzwischen prüft ein Insolvenzverwalter, ob noch Anlegergeld zu retten ist und ob die Verantwortlichen für Schäden haftbar gemacht werden können.

Wie viel Geld die Madrixx von wie vielen Anlegern für Genussscheine eingesammelt hat und ob es – wie versprochen – überhaupt in Immobilien geflossen ist, ist unklar. „Die Verantwortlichen der Madrixx verhalten sich nicht kooperativ“, erklärte der Insolvenzverwalter.

Nicht nur das Immobilienkonzept der Madrixx, die mit Investitionen in den Berliner Immobilienmarkt zwischen 12 und 40 Prozent Rendite erzielen wollte, war völlig unrealistisch. Auch die für die Genussscheine versprochenen Zinsen waren mit 8,25 Prozent pro Jahr plus Gewinnbeteiligung völlig überzogen.

  • Finanztest hatte das Angebot der Madrixx AG deshalb bereits 2006 auf die Warnliste gesetzt.

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