Anleger lassen besser die Finger von den Genussscheinen der Madrixx AG in Berlin. Die Firma wirbt für diese Wertpapiere derzeit mit 8,25 Prozent Zinsen pro Jahr plus Gewinnbeteiligung.

Die „garantierten Zinsausschüttungen und Dividenden basieren auf ... dem Gewinnzuwachs der Immobilien der Madrixx AG“, erklärt Vorstand Torsten Szybowicz im Prospekt. Doch weder Grundverzinsung noch Rückzahlung des Kapitals zum Ende der Laufzeit im Jahr 2020 sind gesichert. Anleger können sogar ihr Geld verlieren, wie es hinten im Prospekt heißt.

Nach Einschätzung von Finanztest sind die Gewinnprognosen der Madrixx AG, die mit jährlichen Renditen für Bestandsimmobilien von 12 Prozent, für Altbausanierungen von 30 Prozent und für den kurzfristigen Immobilienhandel von 30 bis 40 Prozent rechnet, viel zu hoch angesetzt. Sie plant mit Weiterveräußerungsaufschlägen von bis zu 60 Prozent für günstig eingekaufte Immobilien. Von Anlegern kassiert die Madrixx Kosten in Höhe von 17 Prozent für ihre Genussrechtsbeteiligung.

  • Finanztest setzt die Madrixx AG wegen überzogener Zins- und Renditeprognosen auf die Warnliste.

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