MSF Master Star Fund Meldung

Exsenator Walter Rasch warb bei Anlegern um ­Vertrauen für den Promi­fonds, der pleiteging.

Walter Rasch, Exmitglied des Berliner Senats und Geschäftsführer des von mehreren Politikern aufgelegten MFS Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds I muss einem Anleger Schadenersatz in Höhe von knapp 15 000 Euro plus Zinsen zahlen. Nach Auffassung des Landgerichts Potsdam hat Rasch im Fondsprospekt falsch und unvollständig informiert (Az. 10 O 594/05, nicht rechtskräftig).

Finanztest hatte Anleger früh vor Investitionen in diesen Fonds gewarnt (siehe Finanztest 11/04: Beteiligungsfonds). Er war von Rasch, Ex-Bundesverteidigungsminister Rupert Scholz und drei ehemaligen Staatssekretären trotz erheblicher Verlustrisiken als Altersvorsorge beworben worden. Im Sommer 2005 ging der Fonds pleite. Bis dahin hatten sich rund 7000 Anleger beteiligt.

Die Potsdamer Richter bemängelten undurchsichtige Rechnungen sowie das Fehlen von Risikohinweisen. Unter anderem werde im Prospekt nicht auf die Verflechtungen des mit dem Anlegergeld neu gegründeten Finanzvertriebs Invictum mit der umstrittenen Göttinger Gruppe und der Futura Finanz AG hingewiesen, erklärte Rechtsanwalt Mathias Corzelius aus Siegburg.

  • Der MFS Master Star Fund, die Göttinger Gruppe und die Futura Finanz stehen seit langem auf der Warnliste.

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