MP3- und PC-Lautsprecher Test

Schick, aber schlechtester Klang im Test – JBL On Stage II.

Sound vom MP3-Player gibt es auch ohne Ohrstöpsel: Aktive Lautsprecher motzen die tragbaren Minispieler im Handumdrehen zur Stereoanlage auf. Einfach den Player anstecken, einschalten und schon erklingt der Ton im Raum. test.de untersucht Minianlagen mit iPod-Anschluss sowie Lautsprecher für MP3-Spieler und PCs.

Zwei Systeme

Wer mit seinem kleinen MP3-Player groß rauskommen will, steht vor der Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Systemen: Tragbare Boxen mit Dockingstation für den iPod oder so genannte 2.1 Systeme mit zwei Lautsprechern, Bassbox und eingebautem Verstärker. Sowohl die Dockingstationen als auch die 2.1 Systeme funktionieren nicht nur mit iPods. Über Miniklinkenstecker lassen sich ebenso alle anderen Musikspieler, aber auch Laptops und PCs ebenfalls anschließen.

Dockingstationen: Schwache Töne

Wenig überzeugen die tragbaren Lautsprecher für den iPod: Die speziell für den wohl bekanntesten Musikspieler geschaffenen Dockingstationen sind meist teurer als 2.1 Systeme. Zudem liefern die Geräte im Test bestenfalls befriedigende Klänge. Wer sich das kleine JBL On Stage II anschaut, erwartet vielleicht auch nicht mehr. Das „Ufo“ enttäuscht mit dünnem Klang und schwachen Bässen. test-Qualitätsurteil: Ausreichend. Aber auch die anderen tragbaren Dockingstationen sind weit entfernt von Hifi-Anlagen. Lediglich der Altec Lansing erreichte gerade noch eine gute Gesamtnote. Allerdings vor allem dank seiner ordentlichen Haltbarkeit und dem niedrigen Stromverbrauch. Mit vier C-Batterien (Babyzellen) hält er auch eine längere Party durch. Sein Klang ist jedoch auch nur befriedigend.

2.1-Systeme: Gute Klänge

Guten Klang bieten dagegen die 2.1-Anlagen von Logitech, Harman / Kardon, Teufel und Creativ. Die beiden letzten sind sogar recht bassstark. Sie sind damit ein Tipp für Filmfans, die ihre DVDs am Notebook abspielen möchten. Grundsätzlich lassen sich alle Lautsprecher-Sets auch an Laptop oder PC anschließen. Die Behringer-Boxen eignen sich zudem für anspruchsvolle Musikfans, die mit Musikprogrammen arbeiten. Diese Lautsprecher klingen trotz fehlender Bassbox bei Pop bis Klassik ausgewogen gut.

Verschwendung im Standby

Abzüge gibt es für den Stromverbrauch. Die sonst gelungene Anlage von Teufel zieht selbst im Standbymodus noch über sieben Watt. Der Netzschalter auf der Rückseite der Bassbox ist nur unbequem zu erreichen. Wer sich nicht verrenken will, setzt die Anlage mit einer schaltbaren Steckdosenleiste auf Nulldiät - wie auch die anderen Anlagen ohne trennenden Netzschalter: Creative, Harman / Kardon, JBL, Klipsch, Logic3 und Speed Link.

Fazit

Ordentlichen Sound gibt es nur mit 2.1-Anlagen. Sie eignen sich sowohl für MP3-Player als auch für Laptops und PCs. Die Dockingstationen sind dagegen vergleichsweise teuer und liefern schwachen Sound.

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