MP3-Spieler von Penny Schnelltest

Gute MP3-Spieler mit Video- und Fotofunktion kosten ab 200 Euro aufwärts. Dafür liefern sie ordentliche Bilder auf geräumigen Displays, gut abgestimmte Töne und sind zudem leicht zu handhaben. In dieser Gruppe wirkt der zierliche MP3-Spieler von Penny für 59 Euro wie David neben Goliath. test.de untersucht im Schnellverfahren, ob der Redfish Slimline-Player aus dem aktuellen Sonderangebot trotzdem mit den Großen mithalten kann.

Von Bildern nicht viel zu sehen

Richtig groß ist das Display nicht. Nicht mal drei Zentimeter ist es hoch und breit. Auch die Auflösung ist bescheiden. Gerade mal gut 16 000 Bildpunkte stehen zur Verfügung. Zum Vergleich: Bei handelsüblichen 15 Zoll Computermonitoren sinds fast 800 000. Und schon ist klar: Von Fotos und Filmen ist nicht viel zu sehen. Allenfalls grob lässt sich erkennen, was da über den Bildschirm flimmert. Größere Multimedia-Player mit höherer Auflösung geben ein deutlich besseres Bild ab.

Durchblick auch aus spitzem Winkel

Für die Bedienung als MP3-Spieler dagegen reicht das Display ohne weiteres aus und lässt sich auch aus recht spitzem Winkel noch einwandfrei ablesen. Für Sonnenschein allerdings ist das Display nicht stark genug. Dafür ist - wie bei vielen anderen MP3-Spielern auch - der Kontrast und die Helligkeit zu dürftig.

Aufladung nur über USB-Kabel

Voraussetzung für den Betrieb des Sonderangebot-Players: Ein Computer mit USB-Buchse. Mit dem passenden Kabel kommt nicht nur die Musik, sondern auch die Energie in den Player. Einen Anschluss für ein Netzteil gibts nicht, und der Akku lässt sich auch nicht wechseln.

Datenverschiebung mit mäßigem Tempo

Die Bedienung macht soweit keine Schwierigkeiten. Bei Anschluss des Players erkennt der Computer ihn als Wechselfestplatte. Mit dem Windows-Explorer lassen sich Daten jeder Art und Güte problemlos in den Flash-Speicher verschieben. Die Datenübertragung ist im Vergleich zu anderen MP3-Playern nicht sonderlich flott, verzögert den Musikgenuss aber auch nicht störend lang. Innerhalb von einer Sekunde sind bei Anschluss an einen modernen Computer mit USB 2.0-Anschluss knapp eine Minute Standard-MP3-Musik überspielt. Insgesamt bietet der MP3-Player Platz für gut 15 Stunden MP3-Musik mit der üblichen Datenrate von 128 Kilobit pro Sekunde.

Verwirrung beim Navigieren

Die Navigation durch die Menüs erfordert allerdings etwas Übung. Die Menüstruktur ist soweit in Ordnung. Für ähnliche Funktionen sind jedoch je nach Menü zuweilen verschiedene Tasten zuständig. Ebenfalls etwas umständlich: Wer gerade Musik hört und ein Foto anschauen will, muss zuerst zurück ins Hauptmenü, dort Bildwiedergabe wählen und dann durch die verschiedenen Menüs wieder zur Datei navigieren. Hinzu kommt: Bilder und Filme lassen sich nicht direkt anschauen, sondern erfordern eine Konvertierung mit der mitgelieferten Software.

Wenig Lautstärke, aber viel Klang

Seine Hauptaufgabe erledigt der MP3-Spieler ziemlich ordentlich. Die mitgelieferten Ohrstöpsel bieten im Vergleich zu den Ohr- und Kopfhörern anderer Geräte einen ziemlich anständigen Klang. Selbst manch wesentlich teureres Gerät hat nicht mehr zu bieten. Bei der Lautstärke allerdings hält sich der Redfish-Player zurück. Er schafft rund 90 Dezibel Schalldruck. Zulässig sind bis zu 98 Dezibel. Das ist mehr als doppelt so viel Schalldruck. Nur einziger MP3-Spieler aus aktuellen Vergleichstest in test 7/2006 blieb unter 90 Dezibel. Allerdings: 90 Dezibel reichen in aller Regel völlig aus. An Wiedergabe-Funktionen liefert der Player aus dem Penny-Angebot so ziemlich alles, was nötig ist. Einziges Manko: Ein kurzes Anspielen von Titeln zum Anhören im Schnelldurchgang gibts nicht.

test-Kommentar: Wo die Musik spielt
Technische Daten und Austattung: Im Überblick

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