MP3-Spieler Test

Musik macht mobil. MP3-Spieler auch.

U-Bahn, Fitnessclub, Ausflug – und die Lieblingsmusik ist mit Mini-Abspielgeräten immer dabei. Doch die Unterschiede in Speichergröße, Bedienung und Funktionen sind groß.

Jeder vierte Jugendliche hat einen MP3-Spieler. Auch bei Erwachsenen lugen immer öfter Ohrhörerkabel aus dem Mantel. Dass die Nachfahren des Walkman so beliebt und so klein sind, ist Spezialverfahren zu verdanken. Diese komprimieren digitale Audiodaten ohne großen Qualitätsverlust, sodass viel Musik wenig Speicherplatz erfordert. Urform und gängigstes Format: MP3 (MPEG Audio Layer 3), Namensgeber aller Geräte.

MP3-Spieler speichern ihre Musik auf Chips, Speicherkarten oder Festplatten. Ein Gerät mit 256 Megabyte fasst je nach Datenrate zwei bis vier Stunden. Spieler mit 4 Gigabyte haben Platz für rund 35 bis 70 Stunden, „große“ Festplattenspieler für bis 350 Stunden Musik. Auch der berühmteste Vertreter dieser Gerätegattung, der Apple iPod, ist mit Festplatte ausgestattet. Den Test absolvierte er „gut“, aber nicht als Sieger. Ein anderer Spieler stahl ihm die Show.

Musik für den Spieler von der CD ...

MP3-Spieler Test

So kommt die Musik auf den MP3-Spieler:

  • Musik von der CD auf den Computer kopieren sowie in MP3-Dateien umwandeln und dann auf das Gerät übertragen.
  • Songs aus dem Internet auf den PC herunterladen, am schnellsten via DSL, und auf den Spieler kopieren.
  • Direkt vom CD-Spieler oder externen Radio aufnehmen. Das können im Test die acht Spieler mit „Line-in“-Eingang.

... oder aus dem Internet-Musikshop

Die Übertragung vom PC auf den Spieler läuft über USB, beim iPod auch via Firewire. Wir mussten zwischen gut fünf Sekunden und acht Minuten warten, um 100 Megabyte Musik zu überspielen. Der Nutzer kann die Musik dabei per Windows Explorer auf den vom PC als Wechseldatenträger erkannten Spieler übertragen. Oder er muss die mitgelieferte Spezialsoftware nutzen, die weitere Funktionen zum Sortieren und Verwalten der Songs bietet. Manchmal ist ein Treiber zu installieren.

Tipp 1 für Neulinge: Wer den Explorer nutzt, muss oft ein Extraprogramm installieren, das die Musik in MP3 wandelt. Bei Spielern mit Musikverwaltungssoftware ist diese Funktion meist integriert.

Die meisten kommerziellen Internet-„Musikläden“ bieten Lieder nicht als MP3-Dateien, sondern WMA-Dateien an. Dieses Format erlaubt es, Nutzungsbeschränkungen einzubinden: Ein WMA-Song kann nicht unbegrenzt oft, sondern nur dreimal auf den Spieler kopiert werden. Wer im Netz kauft, braucht also ein Gerät, das außer MP3 auch WMA-Dateien spielt.

Tipp 2 für Neulinge: Kunden der Musikshops von Apple und Sony sind auf Geräte dieser Hersteller angewiesen. Nur sie spielen die Spezialformate Atrac3 (Sony) und AAC (Apple). Beim Einkauf in anderen Läden konvertiert die Sony-Software WMA, ebenso wie MP3. Der iPod dagegen kann mit geschützten WMA-Dateien gar nichts anfangen, gibt dafür aber MP3 wieder.

Bessere Kopfhörer lohnen sich

Ist die Musik erst mal auf dem Spieler, steht dem Musikhören unterwegs nichts mehr im Weg. Wer den Klang verbessern will, sollte statt der mitgelieferten Kopfhörer aber auf jeden Fall höherwertige verwenden, wie unser Test gezeigt hat. Am besten: MP3-Spieler zum Kauf eines guten Kopfhörers mit ins Geschäft nehmen und verschiedene Modelle vergleichen.

Tipp 3 für Neulinge: Die Songs auf den Spielern lassen sich auch über die Stereoanlage wiedergeben – per Adapterkabel mit Mini-Klinkenstecker (in Kopfhörerausgang des Spielers) und rot-weißen Cinchsteckern (in AV-Eingang der Anlage). Für ein möglichst gutes Ergebnis sollten Sie beim Erstellen der Dateien 192 Kilobit pro Sekunde als Datenrate wählen. Dann wird die Musik nicht ganz so stark „geschrumpft“ und klingt noch besser.

Als externe Datenspeicher nutzbar

Fast alle Spieler speichern auch andere Computerdaten, etwa Text oder Fotos. So lassen sich unkompliziert größere Datenmengen von einem PC zum anderen transportieren oder aus Sicherheitsgründen auf den MP3-Spieler „auslagern“.

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