MP3-Spieler Test

Der Walkman ist tot. Der MP3-Player hat sein Erbe angetreten. Und das mit unglaublichem Erfolg. Jeder vierte Jugendliche hat bereits einen MP3-Player. Apple hat mit seinem iPod unter den Festplattenspielern einen Marktanteil von 90 Prozent. Doch das weiße Designstück ist nicht der einzige gute Player. Stiftung Warentest hat insgesamt 27 MP3-Spieler untersucht. Vom Player mit elektronischem 256-Megabyte-Speicher bis zum 40-Gigabyte-Festplatten-Gerät mit Videofunktion.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: MP3-Player

Von 89 bis 585 Euro

Das Angebot an Playern ist mittlerweile unüberschaubar. Es gibt sie zu 89 Euro in der Größe eines Textmarkers. Oder für knapp 600 Euro - dann allerdings ausgestattet mit Festplatte und großem Display, der einem Mini-Fernseher ähnelt. Deshalb hat Stiftung Warentest die Produkte in drei Bereiche unterteilt: Fliegengewichte mit elektronischem Speicher; portable Musikarchive mit 20-Gigabyte-Festplattenspeicher und Mini-Kino mit Musik für die Hosentasche. Wichtig für die Kaufentscheidung ist die Antwort auf die Frage: Für welchen Zweck soll der MP3-Player eingesetzt werden?

Gut zum Bewegen

MP3-Player mit elektronischem Speicher sind klein und leicht. Sie haben in der Regel 256 Megabyte Speicherplatz - das sind ungefähr vier Stunden Musik. Die Fliegengewichte kosten deutlich weniger als Geräte mit Festplattenspeicher. Der Speicherchip ist robust. Das bedeutet: Ein Stoß oder ein Aufprall auf dem Boden macht ihm nichts aus. Der Sound ist bei den meisten ähnlich gut wie bei den großen Brüdern mit Festplatte. Fazit: Wer beim Joggen und Wandern, auf dem Weg zur Arbeit und während der Zugfahrt seine Musik dabei haben will, wird mit einem MP3-Player mit Flashspeicher zufrieden sein. Der Thomson Lyra PDP2335 für zirka 160 Euro ist hier Testsieger: Ordentlicher Sound, hilfreiche Titelsortierung und -anzeige und eine klasse Betriebsdauer. Außerdem: aufrüstbar mit einer Speicherkarte.

Portable Musikarchive

Freaks wollen nicht nur vier Stunden, sondern vielleicht 5 000 Songs für fast vierzehn Tage Musikgenuss dabei haben. Dann muss ein MP3-Player mit einer 20 Gigabyte-Festplatte her. Bekanntester Player ist zweifelsohne der iPod von Apple. Der wurde unter den Speicherriesen knapp zweiter hinter dem iriver H320. Beide produzieren einen guten Sound, lassen sich problemlos bedienen und sind flink. Der iriver ist vielseitiger: Er liest auch die Formate Ogg Vorbis und WMA, hat ein farbiges Display, empfängt Radiosender und kann Fotos im JPEG-Format anzeigen. Mit neuer, aktualisierter Software kann er sogar Videos darstellen. Auch nimmt er über einen Mikrofon- und Line-In-Eingang auf. Der iPod ist schlichter in der Ausstattung, was sich auch im schlanken Design widerspiegelt. Dafür kostet er mit rund 330 Euro rund 140 weniger als der iriver.

Filme für unterwegs

Die Luxusausführung eines MP3-Players hat 20 bis 80 Gigabyte, verfügt über ein großes, buntes Display und funktioniert wie ein Videorekorder. Dadurch fallen seine Maße deutlich größer, sein Gewicht deutlich schwerer aus als bei den anderen Playern. MP3-Spieler mit Videofunktion sind etwa doppelt so groß und um die Hälfte schwerer als die Festplatten-Geräte. Sie passen nicht mehr in eine Hosen- oder Jackentasche. Für den alltäglichen Einsatz sind sie nicht unbedingt geeignet. Luxus ist auch teuer: Das beste Produkt in diesem Bereich ist der Archos AV400. Er kostet 585 Euro. Dafür ersetzt er nahezu einen Videorekorder, weil man ihn über verschiedene Eingänge an einen Receiver, DVD-Player oder Fernseher anschließen und Filme aufnehmen kann. Auf dem kleinen Display ist die Qualität der Bilder beachtenswert gut - auf einem angeschlossenen Fernseher nicht mehr.

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