Unter den 19 getesteten Musikspielern im Westentaschenformat sind sieben „gute“. So finden Sie den passenden musikalischen Begleiter für den Sommerausflug.

Diese Kleinen fallen kaum ins Gewicht: Der leichteste MP3-Spieler im Test wiegt gerade einmal 15 Gramm, die meisten anderen weniger als 50. Für diesen Playertest haben wir die schwereren Multimediaspieler mit großem Display außen vor gelassen und uns auf die kleinsten und handlichsten Musikspieler konzentriert. Die kann man immer dabeihaben, wenn draußen das schöne Wetter lockt. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie den passenden Musikbegleiter suchen:

Klang: Der Kopfhörer entscheidet

Den besten Ton im Test haben die Samsung- und Sony-Player. Das liegt vor allem an der hohen Qualität der mitgelieferten Kopfhörer. Mit hochwertigen Kopfhörern klingen fast alle im Test „sehr gut“ (gute Leichtkopfhörer ab 40 Euro). Nur den Philips SA2115 können auch die besten Kopfhörer nicht retten.

Speichertyp: Joggen ohne Sorge

Die meisten Spieler im Test speichern die Musik in Flash-Chips, wie sie etwa auch in Speicherkarten für Digitalkameras stecken. Solche Flash-Spieler sind unempfindlich gegen Erschütterungen, man kann sie bedenkenlos auch beim Sport benutzen. Geräte mit Festplatte nimmt man dagegen lieber nicht mit zum Joggen, da ihre Lebensdauer bei starken Erschütterungen schnell abnehmen kann.

Speichergröße: Wie viele Songs?

Die Flash-Geräte im Test haben ein oder zwei Gigabyte Speicherplatz. Wie viele Songs darauf passen, hängt von der Datenrate ab, mit der sie komprimiert sind. Bei 192 Kilobit pro Sekunde, mit denen auch MP3-Dateien gut klingen, passen auf ein Gigabyte Speicher knapp 700 Minuten Musik – etwa 140 Songs à fünf Minuten. Wem das nicht reicht: Einige Geräte sind auch in Varianten mit mehr Speicher erhältlich (siehe Tabellen „MP3-Spieler“ und „MP3-Spieler-Familien“). Den Speicher der beiden SanDisk- und des dnt-Spielers kann man zudem mit MicroSD-Speicherkarten erweitern.

Formate: Keiner kann alle

Wer seine Musik bei Download-Portalen kauft, sollte beachten, welche kopierge­schützten Audioformate ein Player unterstützt – noch wird online die meiste Musik mit Kopierschutz verkauft. Viele Portale nutzen geschützte WMA-Dateien, die die meisten Player spielen können. Das Format des Musik-Mietdienstes Napster spielen dagegen nur vier im Test. Geschützte Songs der Musikportale von Apple und Sony geben nur deren eigene Spieler wieder. Fünf Spieler unterstützen überhaupt keine geschützten Formate.

Akkulaufzeit: Bis zu 48 Stunden Musik

Am längsten hält mit einer Akkuladung das Sony-Gerät durch: Es kann fast zwei Tage ununterbrochen Musik spielen. Die Spieler von iriver, dnt, Typhoon, TrekStor und zwei Philips-Geräte schaffen dagegen nur sieben bis neun Stunden. Interessant auch die Ladezeiten: Während der Akku des SanDisk e250 schon nach einer halben Stunde wieder voll ist, braucht der vom iPod Shuffle viereinhalb Stunden.

Akkuwechsel: Meist unmöglich

Meist sind die Akkus fest eingebaut und können vom Nutzer nicht gewechselt werden. Damit werden die Spieler nach ein paar Jahren quasi zu Wegwerfgeräten. Wer das nicht will, kann zu einem der vier im Test greifen, die normale AAA-Standardakkus verwenden. Auch die Akkus vom Sansa e250 und vom TrekStor vibez sind wechselbar – allerdings sind dies herstellerspezifische Bauformen, von denen ungewiss ist, wie lange sie verfügbar sind.

Bedienen: Verschiedene Konzepte

Meist navigiert man mit Tasten oder mit einem kleinen Joystick durchs Bedienmenü. Den Testsieger von SanDisk und den TrekStor Vibez kann man bequem mit einem Drehrad steuern. Wichtig sind auch Menüstruktur sowie Größe und Qualität des Displays. Wenn es denn eins gibt: Der winzige iPod Shuffle verzichtet darauf. So ist es kaum noch möglich, bestimmte Songs oder Alben gezielt anzusteuern. Viel komfortabler ist der ebenso kleine iriver S10: Sein beweglich gelagertes Farbdisplay fungiert auch als eine Art Joystick, mit dem man sich nach kurzer Gewöhnungszeit bequem durch die gespeicherten Songs klicken kann.

Sicherheit: Hörschäden drohen

Ein MP3-Spieler kann dem Gehör gefährlich werden. Der TrekStor Vibez erreicht eine Lautstärke von 125 Dezibel – damit schlägt er erheblich mehr Krach als ein Presslufthammer (100 Dezibel) oder eine Kreissäge (103 Dezibel). Mediziner warnen: Schon mit 100 Dezibel kann ein MP3-Player zu bleibenden Gehörschäden führen, wenn man ihn 30 Minuten am Tag benutzt. Damit disqualifiziert sich der TrekStor Vibez, obwohl er in anderen Disziplinen eine gute Figur macht.

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