MP3-Player von Penny Schnelltest

Wenn Discounter lautstark MP3-Player in ihren Prospekten ankündigen, hört kaum noch jemand hin. Es sei denn, das Produkt kostet wenig und hat viel Speicher. Diese Bedingungen erfüllte das aktuelle Angebot von Penny: ein MP3-USB-Player von Maxfield mit 1 Gigabyte für 99,95 Euro. Das sind 16 Stunden Musik in der Größe eines Textmarkers. Für das gleiche Geld packt Apple bei seinem Shuffle nur die Hälfte an Speicher drauf und verzichtet auf ein Display. test.de sagt, ob MP3-Fans bei Penny zuschlagen sollten.

Gleicher Preis bei Amazon

Discounterangebote haben häufig den Nachteil, dass sie schnell ausverkauft sind. Dies könnte auch beim Maxfield-Player passieren. Wer bei Penny keinen Player mehr bekommt, kann ihn zum gleichen Preis versandkostenfrei bei Amazon bestellen. Kurios: Auf der Maxfield-Homepage steht als Preis 111 Euro mit einem Link zu Amazon als Partnershop. Amazon gibt als unverbindliche Preisempfehlung 179 Euro und als aktuellen Preis 99,95 Euro an.

Einfach kopieren

Der Weg zum ersten Hörgenuss ist schnell und einfach: MP3-Player auspacken, Computer anwerfen und per USB-Kabel Rechner und Player miteinander verbinden. Wer einen PC mit Windows ME/2000/XP oder einen Apple mit Mac Os X 10.2.6 hat, braucht keinen Treiber - alle anderen müssen ihn von der beiliegenden CD installieren. Windows und Mac Os zeigen das Maxfield-Gerät als Wechseldatenträger an. Jetzt die MP3s vom Ordner der Festplatte auf den Wechseldatenträger, also den MP3-Player, kopieren. Der Player übernimmt die vorgegebene Struktur. Das heißt: Ein Ordner, der auf dem PC den Namen „Deep Purple“ trägt, kommt auf dem Player unter dem gleichen Namen an. Deswegen ist es hilfreich, die MP3s auch mit Ordnern zu strukturieren.

Ordentlicher Sound

Zunächst zum Sound: Die beiliegenden Kopfhörer sind überraschend gut. Normalerweise gilt bei fast allen MP3-Playern: Besser einen richtig guten Kopfhörer kaufen, der den Sound des Players optimal wiedergeben kann. Das schafft hier schon der mitgelieferte Kopfhörer. Der Klang ist ausgewogen. Alle Frequenzen gibt der Maxfield ausgeglichen wieder. Auch lässt sich die Lautstärke ziemlich aufdrehen.

Intuitive Bedienung

Die Bedienung ist einfach zu lernen. Selbst ohne Anleitung. Wer Zeit sparen will, liest sich am besten die Kurzanleitung durch. Dann ist relativ schnell klar, wie der Maxfield funktioniert. Etwas Geduld beim Anschalten: Nach dem Tastendruck dauert es knapp fünf Sekunden bis das Display leuchtet und noch einmal zwei bis etwas darauf zu lesen ist. Zentrale Funktion ist das Abspielen der Songs: Der Player spielt in der Grundeinstellung die Titel nacheinander ab, wie sie im Ordner abgelegt sind. Also zuerst Ordner A mit den Liedern 1,2,3, dann Ordner B mit den Lieder 1,2,3 usw. Praktisch: Nutzer können auch direkt einzelne Ordner anwählen. Was jeweils ausgewählt ist, erscheint auf dem Display. Aufgrund der Gehäusebauweise ist es klein, aber es reicht aus, um alles lesen zu können. Es zeigt Wiedergabemodus, Dateityp, aktuelle Titelnummer, Gesamttitelanzahl, Laufzeit, Batterieladezustand und die Dateinamen an.

Gut platzierte Tasten

Das „blinde“ Bedienen funktioniert auch gut. Die Tasten sind so platziert, dass sie sich auch im Dunkeln oder in der Jackentasche finden lassen. Zwischen ihnen ist genügend Platz, sodass nicht versehentlich zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden. Auch ansonsten macht der Maxfield einen stabilen Eindruck. Die Batterie sitzt fest und der Verschluss lässt sich gut öffnen und schließen. Alternativ könnten auch Akkus eingesetzt werden. Allerdings halten diese nicht so lange wie eine Batterie.

Speichern und sprechen

Der USB-Stick ist nicht nur ein MP3-Player, sondern auch ein Wechseldatenspeicher. Da ein Gigabyte zur Verfügung steht, können PC-Nutzer eine ganze CD auf den Stick packen und haben dann immer noch Platz für mehr als sechs Stunden Musik übrig. Weitere Funktion: Sprachaufnahme. Der Player kann auch als Diktiergerät dienen. Die Qualität der Aufnahme ist für Gesprächsmitschnitte ausreichend. In schwacher Qualität passen bis zu 64 Stunden Sprache auf den Speicherchip - in höchster Qualität sind es 16 Stunden.

test-Kommentar: Satter Sound
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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