MP3-/MP4-Player von Penny Schnelltest

Unterwegs Musik hören, Filme anschauen und Bücher lesen: All das verspricht der Multimedia-Player von Penny. Ob der ClipStar XXL für 79,99 Euro ein Schnäppchen ist, verrät der Schnelltest.

Gut für Musik

Musik, Filme, Fotos und Bücher, immer und überall dabei: Das ist eine schöne Vorstellung. Der Multimedia-Player von Penny bietet einiges davon, aber nicht alles. Musikalisch ist er gut: Der Player spielt alle MP3-Formate. WMA-Dateien ebenfalls. Sogar das verlustfreie FLAC-Format beherrscht der ClipStar XXL, obwohl die Anleitung dazu schweigt. Bei Filmen ist der Player jedoch engstirnig: Frisch aus dem Internet spielt er sie nicht. Videos müssen zunächst konvertiert werden. Das dauert. Die mitgelieferte Software rechnet etwa 20 Minuten an einem Spielfilm. Vielseitiger zeigt sich der Player bei Bildern: Er unterstützt JPG, GIF und BMP.

Speicher satt

16 Gigabyte passen auf den Player von Penny. Das entspricht etwa 4 000 Songs oder 50 Stunden Film. Genug Platz also für die eigene Musik- oder Filmsammlung. Sollte es trotzdem einmal eng werden, kann der Multimedia-Fan nachrüsten: Das Gerät liest und schreibt SD-Speicherkarten bis vier Gigabyte. Ebenfalls erfreulich: Die Daten landen schnell und einfach auf dem Player. Das Kopieren von 100 Megabyte dauert nur 45 bis 55 Sekunden. Das ist ordentlich. Zusätzliche Software zum Kopieren der Daten ist nicht erforderlich: Der Computer erkennt den ClipStar XXL problemlos als Wechseldatenspeicher.

Klang hohl

Die mitgelieferten Kopfhörer sind gerade noch annehmbar. Sie klingen allerdings etwas hohl. Bässe fehlen. Da helfen auch diverse Equalizer-Einstellungen nicht weiter. Erst ein guter Kopfhörer verbessert den Klang. Ordentlich ist die Videoqualität des Gerätes: Selbst längere Videosequenzen machen mit dem 7,1 Zentimeter großen Display noch Freude. Die Auflösung ist durchschnittlich: Das Display stellt maximal 320 x 240 Bildpunkte dar. Wirklich überzeugend funktioniert die Filmwiedergabe allerdings nicht: Bei schnellen Bewegungen ruckelt das Video.

Text schwach

Schwach ist die von Penny beworbene eBook-Funktion: Gerade einmal TXT- und LRC-Dateien akzeptiert der Player. Das Gerät zeigt maximal acht Wörter in acht Zeilen. Spaß macht das Lesen damit nicht. Text ist der Schwachpunkt des ClipStar XXL: Selbst mit ID3-Tags kann das Gerät nichts anfangen. Titel oder Interpret werden nicht angezeigt. Das macht die Navigation schwierig. Wer einen bestimmten Musiktitel sucht, muss den Dateinamen der Musikdatei kennen. Der Player von Penny zeigt nur den Dateinamen an.

Akku passabel

Bei normaler Lautstärke und ausgeschaltetem Display spielt der Player 17,5 Stunden lang Musik. Das überraschte die Tester, denn der Hersteller gibt lediglich eine Spielzeit von 7 bis 8 Stunden an. Normal dagegen die Ladezeit: 2,5 Stunden muss der Player Strom tanken bis er voll ist. Der Akku lässt sich leider nur per Netzteil laden. Eine Versorgung über USB vom PC ist nicht vorgesehen. Außerdem ist der Akku fest verbaut. Macht er schlapp, ist das Gerät unbrauchbar.

Bedienung annehmbar

Die Menüführung ist relativ übersichtlich und alle Funktionen sind weitgehend selbsterklärend. Nur im Radiobetrieb ändert sich die Bedienung etwas: Dann sind nicht mehr die Skip-Tasten, sondern die Lautstärketasten für die Navigation zuständig. Das verwirrt.

Praktische Zusatzfunktionen

Gelungen ist der doppelte Kopfhörer-Anschluss: So lassen sich Musikstücke auch bequem zu zweit anhören. Einen zusätzlichen Ohrhörer gibt es allerdings nicht. Der muss nachgekauft werden. Ebenfalls praktisch: das eingebaute Mikrofon. Trotz starker Hintergrundgeräusche ist die aufgezeichnete Sprache gut zu verstehen.

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