MCT-Fette Meldung

Zu schön, um wahr zu sein: Fett essen und dabei abnehmen. Dieser Wunschtraum schien zum Greifen nahe, als das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (DIET) MCT-Fette vorstellte. Das Kürzel steht für mittelkettige Fettsäuren (medium-chain triglycerides), die in einem speziellen Verfahren aus Kokosfett und Palmkernöl gewonnen werden. Das Besondere: In einem Gramm dieser Fette, die im Reformhaus angeboten werden, stecken nur 6 statt der herkömmlichen 9,3 Kilokalorien. Außerdem sollen sie den Stoffwechsel ankurbeln, sodass täglich bis zu 135 Kilokalorien (das entspricht etwa einem Brötchen) mehr verbraucht werden.

Doch ganz so einfach ist Abnehmen mit MCT-Fetten nicht. Ohne langsame Umstellung können nach dem Verzehr größerer Mengen (ab 50 Gramm pro Tag) Übelkeit, Bauchschmerzen und Blähungen folgen. Auch der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Außerdem: Braten und Backen fällt flach, da MCT-Fette nicht hitzestabil sind. Man kann also immer nur einen Teil der täglichen Fettration mit MCT-Fett bestreiten. Zudem liefern herkömmliche Fette – vor allem Öle – lebenswichtige Fettsäuren, die im MCT-Fett nicht enthalten sind. Einigen MCT-Produkten ist deshalb ganz normales Raps- oder Sojaöl beigemischt – was aber den Kaloriengehalt erhöht.

Tipp: Greifen Sie lieber gleich zu bewährten, gesunden Fetten. Sie müssen dabei ja nicht immer aus dem Vollen schöpfen.

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