Mieter müssen keine Modernisierung dulden, die so umfang­reich ist, dass sie den Charakter der Wohnung grund­legend verändert. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. VIII ZR 28/17). Ein Investor hatte nach dem Kauf einer Berliner Reihen­haussiedlung umfang­reiche Modernisierungen angekündigt. Im Haus des Mieters sollten Wände versetzt, der Spitzboden ausgebaut, die Veranda abge­rissen und ein Wintergarten errichtet werden. Die Miete sollte von 464 Euro auf 2 150 Euro steigen. Das ging den Richtern zu weit. Bei solchen Maßnahmen könne nicht im entferntesten mehr von einer bloßen Verbesserung der Miet­wohnung gesprochen werden.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.