Kohle­kraft­werke, Industrie- und Müll­verbrennungs­anlagen, Straßenverkehr – all das verdreckt die Luft. Offene Feuer­stellen können sie in Innenräumen belasten. Die Welt­gesund­heits­organisation (WHO) schätzt: Jedes Jahr sterben welt­weit etwa sieben Millionen Menschen an den Folgen von Luft­verschmut­zung. Für fast 50 Prozent der Todes­fälle sei belastete Raum­luft verantwort­lich, meist in Südost­asien und west­pazifischen Ländern. Die stärkste Luft­verschmut­zung in Städten registrierte die WHO in Pakistan und Afgha­nistan. In Europa koste das Problem 279 000 Menschen pro Jahr das Leben. Die Todes­ursachen lauteten meist Herz-Kreis­lauf- und Atemwegs­krankheiten. Im April diesen Jahres hat das Umwelt­bundes­amt vor hoher Fein­staubbelastung in ostdeutschen Städten gewarnt. Berlin, Frank­furt (Oder), Leipzig und Halle an der Saale lägen am Limit: Von 35 Tagen, an denen der EU-Grenz­wert für Fein­staub über­schritten werden dürfe, zählte sie bereits mindestens 30 Tage. Experten fordern nun etwa ein Verbot von Baumaschinen ohne Rußfilter.

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