Luft­verschmut­zung zählt zu den großen Risiko­faktoren für Schlag­anfall. Das zeigt eine Studie mit Daten aus 188 Ländern. Sie erschien im Fachjournal Lancet Neurology. Gäbe es keine Luft­verschmut­zung, wäre die welt­weite Belastung durch Schlag­anfälle knapp 30 Prozent geringer. Als Gefahrenquelle gilt vor allem Fein­staub. Er gelangt von der Lunge in Blutgefäße, schädigt deren Innenwände, fördert Blut­hoch­druck und Blut­gerinnsel (Thrombosen) – alles bekannte Risiko­faktoren für Schlag­anfall. Reiz­stoffe können nicht nur die Außen­luft belasten, sondern auch in Innenräumen entstehen, wenn dort etwa, wie vieler­orts in Afrika und Südasien, über offenem Feuer gekocht wird. Laut der Studie verursacht Luft­verschmut­zung in Entwick­lungs­ländern weit­aus mehr Schlag­anfälle als in Industrie­staaten. Die Autoren appellieren an die Regierungen, noch mehr gegen das Problem zu unternehmen.

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