Luftverkehr Meldung

Flugreisende haben jetzt erheblich bessere Rechte bei Unfällen, Verspätungen und Gepäckverlust. So haften nach dem Montrealer Abkommen Luftverkehrsgesellschaften für Schäden, die durch Verspätung entstanden sind, bis zu einer Summe von rund 5 000 Euro. Bei Verlust, Beschädigung oder Verspätung von Gepäck sind bis zu 1 200 Euro fällig (bisher etwa 540 Euro). Dies gilt allerdings nicht, wenn die Airline nachweisen kann, dass sie die Verspätung nicht verschuldet hat, zum Beispiel bei widrigen Wetterbedingungen. Auch die Opfer von Flugzeugkatastrophen und ihre Angehörigen sind nun besser gestellt. Während bisher eine Haftungsgrenze von rund 27 350 Euro pro Passagier bestand, gilt zukünftig eine unbegrenzte Haftung bei Unfallschäden. Bis zu einem Betrag von etwa 120 000 Euro ist die Schuldfrage sogar unerheblich. Bei höheren Ansprüchen muss die Fluggesellschaft nachweisen, dass sie den Schaden nicht verursacht hat oder dass er allein auf das Verschulden Dritter zurückzuführen ist.

Dieser Artikel ist hilfreich. 34 Nutzer finden das hilfreich.