Im grenzüberschreitenden Flugverkehr gilt das Montrealer Abkommen von 1999. In Deutschland ist es seit dem 28. Juni 2004 in Kraft. Entsprechende EU-Verordnungen und das deutsche Luftverkehrsgesetz sind inzwischen angepasst worden.

Personenschäden: Das Luftfahrtunternehmen haftet in Höhe des nachgewiesenen Schadens. Bis etwa 125 000 Euro ist die Schuldfrage unerheblich.

Gepäckschäden: Zerstörung, Verlust oder Beschädigung werden bis 1 250 Euro ersetzt.

Verspätungen: Die Fluggesellschaft muss den entstandenen Schaden ersetzen, wenn sie nicht beweisen kann, dass sie alles getan hat, um den Schaden zu vermeiden. Die Haftungshöchstgrenze liegt bei rund 4 900 Euro, bei grobem Verschulden ist sie unbegrenzt.

Flugausfall: Hat die Fluggesellschaft den Ausfall zu vertreten, etwa aus technischen Gründen, so muss sie nicht nur die Ticketkosten erstatten, sondern auch Schadenersatz leisten.

Preiserhöhungen: Wenn zwischen Vertragsabschluss und Flugtermin weniger als vier Monaten liegen, dürfen die Preise nicht erhöht werden.

Stornierung durch den Passagier: Stornogebühren bis zu 90 Prozent des Flugpreises sind zulässig. Die Fluggesellschaft muss die ersparten Aufwendungen aber abrechnen.

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