Bei Verspätung, Annullierung, Über­buchung und Gepäck­schäden können sich Flug­gäste ab November an eine Schlichtungs­stelle wenden. Sie wird sich, so das Justiz­ministerium, schnell und kostenlos bemühen, Streitig­keiten mit Zahlungs­ansprüchen bis zu 5 000 Euro einvernehmlich beizulegen. Fluggesell­schaften haben die Möglich­keit, sich an einer privatrecht­lichen Stelle zu beteiligen, zum Beispiel an der Schlichtungs­stelle für den öffent­lichen Personen­verkehr (SÖP). Bisher ist nur der irische Billigflieger Ryanair der SÖP beigetreten. Daneben wird es eine überge­ordnete Schlichtungs­stelle beim Bundes­amt für Justiz geben. Die Teil­nahme der Fluggesell­schaften an der Schlichtung ist freiwil­lig. Die großen Luft­fahrt­verbände haben ihre Bereitschaft aber erklärt. Flug­gäste müssen ihre Ansprüche zunächst gegen­über der Air­line geltend machen. Führt das nicht zum Erfolg, können sie die Schlichtungs­stelle einschalten.

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