Luft­reiniger im Test Bessere Luft für zu Hause

Luft­reiniger im Test - Bessere Luft für zu Hause
Luft­reiniger. Sie können die Familien­feier in der Pandemie sicherer gestalten. Als alleiniger Schutz vor Coronaviren reichen sie nicht. Die Geräte können aber zusammen mit Lüften das Infektions­risiko senken. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Die Luft­reiniger im Test sollen Viren, Pollen und Schad­stoffe aus der Luft holen. Im Kampf gegen Corona über­zeugen vier der sieben. Am besten schützt Filtern plus Lüften.

Luft­reiniger im Test

  • Testergebnisse für 7 Luft­rei­niger 01/2022
  • Testergebnisse für 7 Luft­rei­niger 03/2020
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Liste der 14 getesteten Produkte
Luft­rei­niger 01/2022
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    Ideal AP30 Pro
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    Levoit Core 400S
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    Medion MD 10378
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    Rowenta Intense Pure Air XL Connect PU6080
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    Xiaomi Mi Air Purifier Pro
Luft­rei­niger 03/2020
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    Beurer LR 500
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    De`Longhi AC 230
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    Dyson Pure Cool Link Tower
  • Honeywell HPA710WE Premium Air Purifier Hauptbild
    Honeywell HPA710WE Premium Air Purifier
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    Rowenta Intense Pure Air Connect PU6080
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    Soehnle Airfresh Clean Connect 500

Coronavirus schwebt stunden­lang im Raum

Das Coronavirus Sars-CoV-2 verbreitet sich vor allem über Aerosole: Gemische aus Luft mit darin verteilten festen oder flüssigen Partikeln, die in der Luft schweben. Große Aerosol­partikel, die zum Beispiel beim Husten oder Niesen entstehen, sinken schnell zu Boden, kleine Partikel – etwa vom Atmen und Sprechen – schweben hingegen viele Stunden in der Luft. Ist eine Person mit dem Coronavirus infiziert, kann sie in kurzer Zeit große Mengen virentragende Aerosole ausatmen. Wirk­same Luftreiniger senken die Viren­konzentration auf ein weniger riskantes Niveau. In Kombination mit regel­mäßigem Lüften ist der Effekt noch größer.

Das bietet der Luft­reiniger-Test der Stiftung Warentest

  • Test­ergeb­nisse. Bewertungen für sieben aktuelle Luft­reiniger, darunter Geräte von Ideal, Philips und Xiaomi. Geprüft wurde unter anderem die Filter­wirkung gegen Aerosol­partikel sowie gegen Pollen und – am Beispiel von Form­aldehyd – Luft­schad­stoffe. Die Luft­filter im Test kosten zwischen 171 und 455 Euro. Der Testsieger gehört zu den güns­tigen Geräten. Zudem erhalten Sie Ergeb­nisse zu sieben größ­tenteils noch erhältlichen Luft­reinigern aus dem vorigen Test.
  • Kauf­beratung. Berück­sichtigen Sie vor dem Kauf auch die jähr­lichen Betriebs­kosten für Strom und Ersatz­filter. Die Stiftung Warentest hat die Kosten für jeden Luft­reiniger im Test berechnet. Sie reichen von 58 bis 220 Euro pro Jahr.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die PDF zu den Testbe­richten aus test 3/2020, test 2/2021 sowie test 1/2022.

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Corona: Gute Wirkung mit neuen Filtern

Um die Filter­wirkung für Aerosole zu messen, leiteten die Tester Paraffin­öltröpf­chen mit einem Durch­messer von 0,12 Millionstel bis 1 Millionstel Meter in die Prüfkammer. Sie waren ähnlich groß wie Aerosol­partikel, die das Virus Sars-CoV-2 tragen können. Mit frischen Filtern sammeln alle Geräte in der Luft schwebende Aerosol­partikel gut. Die Mess­ergeb­nisse aus der Prüfkammer haben wir auf ein Beispiel­zimmer mit 16 Quadrat­metern, 2,50 Meter Höhe und ohne Menschen umge­rechnet. In diesem Zimmer sinkt die Konzentration der Paraffin­ölteilchen in der Luft nach 20 Minuten um 90 bis 96 Prozent. Alle reinigen die Luft in diesem Raum mindestens vier Mal pro Stunde komplett, so wie es Fachleute etwa vom Umwelt­bundes­amt (Uba) für mobile Luft­reiniger fordern.

Wirk­samkeit der Luft­reiniger im Test lässt nach

Im Betrieb lässt die Wirk­samkeit der Filter aber nach. Die Tester simulierten eine Alterung von etwa vier bis fünf Monaten. Nur vier Kandidaten sammeln auch mit gebrauchtem Filter Aerosol­partikel noch gut ein. Mit einem Gerät sank die Konzentration viren­großer Partikel in unserem Beispielraum nur noch um 57 Prozent, die Luft­wechselrate betrug weniger als zwei Mal pro Stunde.

Lüften und Filtern schützt am besten

Stoß­lüften tauscht verbrauchte Luft aus, dauer­haft nied­rig bleibt die durch eine infizierte Person entstehende Virenlast, wenn zusätzlich ein geeigneter Luft­reiniger einge­setzt wird. CO2-Messgeräte und -Ampeln zeigen an, wann es Zeit zum Lüften ist. Ausreichend Abstand und FFP2-Masken verhindern außerdem direkte Anste­ckungen etwa durch die Hustenwolke einer infizierten Person.

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Lüften plus Filtern schützt am besten. Die Grafik zeigt – abhängig vom Verhalten der Anwesenden – die Anzahl der Viren in einem 16 Quadrat­meter großen, 2,5 Meter hohen Raum, in dem sich auch eine hoch­anste­ckende Person befindet: Ohne Lüften und Luft­filter steigt die Virenlast im Raum stetig an. Wird alle 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet, sinkt die Anzahl der Viren, steigt dann aber wieder bis zum nächsten Lüften. Dauer­haft nied­rig bleibt sie mit Lüften plus Einsatz eines wirk­samen Luft­reinigers. © Stiftung Warentest

Drei Filter für die Luft

Filter­systeme sind meist so aufgebaut: Unter dem Gehäuse fängt ein Vorfilter (1) grobe Fusseln ab. Dann erwischt ein Filter aus feinen Fasern (2) Aerosol­partikel und Pollen. Der dritte Filter (3) mit Aktivkohle soll Gerüche und gasförmige Verbindungen wie Form­aldehyd binden.

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Beispiel. Aufbau eines Filter­systems. © Stiftung Warentest / René Reichelt

Pollen verschwanden schnell zu über 90 Prozent

Neben Aerosol­partikeln entfernen Luft­filter Pollen aus der Luft. Mit dem Testsieger sinkt die Konzentration der Blüten­stäube in unserem Beispiel­zimmer um 95 Prozent in zehn Minuten. Allergiker können damit in der Regel aufatmen.

Tipp: Alle Informationen rund um Heuschnupfen und entsprechende Medikamente und Hilfs­mittel lesen Sie im Special Medikamente bei Heuschnupfen.

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Laufende Kosten von 58 bis 220 Euro pro Jahr

Die Strom­kosten pro Jahr hängen von der täglichen Lauf­zeit und der jeweiligen Lüfter­stufe ab. Mit acht Stunden täglichem Betrieb auf höchster Stufe betragen die Strom­kosten zwischen 22 und 60 Euro jähr­lich. Hinzu kommen die Ausgaben für Ersatz­filter. Die Gebrauchs­anleitungen empfehlen sehr unterschiedliche Wechsel­intervalle der Filter. Ein Anbieter empfiehlt unter Umständen schon nach drei Monaten einen neuen Filter, ein anderer nur alle drei Jahre. Die Betriebs­kosten für die geprüften Geräte reichen von 58 bis 220 Euro pro Jahr.

Noch erhältliche Luft­filter aus dem vorigen Test

Im vorherigen Test von Luft­reinigern im März 2020 hatten wir Filter­wirkung der Geräte gegen Pollen, Form­aldehyd und Ziga­retten­rauch geprüft. Der Testsieger von damals ist laut Anbieter unver­ändert erhältlich. Im Nachtest filterte das Gerät auch Aerosole gut – sogar mit gealtertem Filter.

Video: So testet die Stiftung Warentest Luft­reiniger

Luft­reiniger sollen gegen Pollen, Aerosole und Schad­stoffe in der Luft helfen. Die Stiftung Warentest hat sieben Luft­filter getestet, unter anderem von Philips, Rowenta und Xiaomi. Das Video zeigt die Unter­suchung aus test 1/2022.

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201 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 17.01.2022 um 16:24 Uhr
Dyson

@JackBauer04: Wir hatten nur 7 Testplätze, daher konnten wir aus Kapazitätsgründen nicht alle wichtigen Anbieter berücksichtigen. Dyson war jedoch im Test der Luftreiniger aus 2020 vertreten.

Profilbild Stiftung_Warentest am 11.01.2022 um 12:44 Uhr
Anmerkung zum Luftreiniger Xiaomi

@kjhgf953: Informationen zu unserem Vorgehen bei der Testdurchführung finden Sie unter „So haben wir getestet“.
Wir haben den Xiaomi so geprüft, wie wir ihn geliefert bekommen haben - mit hellblauem Filter. In unseren Augen ist der Anbieter verantwortlich für die Bereitstellung von Ersatzfiltern. Wir haben transparent darauf hingewiesen, dass es zum Xiaomi Mi Air Purifier Pro nicht den geprüften hellblauen Filter nachzukaufen gibt. Einen hellblauen Xiaomi-Filter gibt es nach unserer Recherche im Moment nur für den leistungsstärkeren Xiaomi Mi Air Purifier Pro H. Zu der Wirksamkeit alternativer Ersatzfilter können wir mangels eigener Untersuchungen keine Aussagen machen.

JackBauer04 am 11.01.2022 um 08:01 Uhr
Dyson!

Sehr geehrtes Stiftung Warentest Team,
warum wurden bei beiden Tests die Luftreiniger Modelle der Firma Dyson außer Acht gelassen ? Vor allem das neueste Modell soll effizient Formaldehyd zerstören können, was ja bei den meisten Luftreinigern eine Schwachstelle ist.
Ich bitte um Stellungnahme.
Vielen Dank!

kjhgf953 am 08.01.2022 um 23:23 Uhr
Allg. Frage; Anmerkung Xiaomi

Liebe Stiftung Warentest,
1. Allgemein interessiert mich, welche Qualitätsmerkmale bei Luftfiltern für ein gutes Testergebnis sorgen. Unbefangen hätte ich eine Kombination aus ordentlichem Motor/Luftansaugeeinheit und gutem Filter für ausschlaggebend erachtet?
2. Muss ich mich der Kritik anderer Leser an der Testung des Xiaomi-Luftfilters anschließen. Die Testergebnisse sind für Normalnutzer nur während der Lebensdauer des ersten Filters zuverlässig, der aber nach ca. 6-12+/- Monaten gewechselt werden muss. Insbesondere mit Blick auf die Vermutung in Frage 1, dass der Filter einen Großteil der Funktionsqualität bestimmen dürfte, hilft die Testung eines nicht im Handel erhältlichen Filters nicht weiter - zumal er auch nur für einen Bruchteil der (hoffentlich langen) Gesamtlebensdauer des Geräts genutzt wird. Was mich zudem stutzig macht: Ein "blauer Filter" wird offenbar nur im Purifier Pro (& Pro H) eingesetzt, nicht aber in anderen Geräten. Wie kam die Geräteauswahl zustande?
VG

Profilbild Stiftung_Warentest am 06.01.2022 um 12:05 Uhr
Keine Geräte mit UV Lichtsperren im Test

@fredschroeder: Da wir diese Geräte noch nicht untersucht haben, können wir keine bewertenden Aussagen dazu machen.