Luft­reiniger im Test: Coronavirus – so gut filtern die Testsieger Aerosole

Luft­reiniger im Test - Coronavirus – so gut filtern die Testsieger Aerosole

Reine Luft zu Hause. Der Philips filtert Pollen und Rauch gut.

Luft­reiniger sollen Viren, Blüten­pollen oder Fein­staub aus der Wohnung entfernen. Mit dem Test vermeiden sie die lahmen Filtergeräte und finden die drei Guten.

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Test Luft­reiniger im Test 11.01.2021
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Filtern Luft­reiniger auch Viren?

Die Stiftung Warentest hat die drei besten Geräte aus dem Luft­reiniger-Test des Jahres 2020 nun auch Aerosole filtern lassen. Damals waren unter anderem Philips, Rowenta, Dyson, Beurer und Soehnle im Labor. Aerosole sind ein Gemisch aus Luft und winzigen schwebenden Tröpf­chen in der Größe von Corona-Viren oder etwas größer. Die Leistung der drei Luft­reiniger war recht unterschiedlich, vor allem ein Modell ließ bei Aerosolen stark nach in seiner Reinigungs­leistung (Drei Testsieger im Corona-Nachtest).

Tipp: Antwort auf viele weitere Fragen rund um Covid-19 finden Sie in unseren FAQ Corona.

Schad­stoffe in der Luft

Das Immun­system des modernen Menschen verträgt vieles nicht, was in seiner Atem­luft schwebt. Allen voran nehmen Allergien gegen Pollen zu, aber auch anderer Fein­staub verursacht Allergien, Asthma und andere Beschwerden. Die Schad­stoff­konzentration in Innenräumen ist oft höher als in der Außen­luft. In Wohn­räumen kommen neben dem Fein­staub von außen oft noch solche aus dem Betrieb von Kamin­öfen, dem Kochen, von Kerzen und Ziga­retten hinzu. Auch Schad­stoffe wie Form­aldehyd aus Möbeln und Bodenbelägen oder die ausdampfenden Lösungs­mittel aus Lacken und Klebstoffen, machen sich bemerk­bar. Luft­filter versprechen hier, die „mikroskopischen Partikel und All­ergene“ zu filtern oder gar Form­aldehyd „zu zerstören“.

Das bietet der Luft­filter-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für sieben Luft­filter aus dem Februar 2020 zu Preisen von 249 bis 425 Euro. Für drei Geräte haben wir im Dezember 2020 einen Corona-Nachtest vorgenommen. Die Ergeb­nisse sind recht unterschiedlich für die verschiedenen Schad­stoffe. Fein­staub können neue Geräte zum Beispiel recht gut, Form­aldehyd oft weit schlechter. Bei manchen Modellen altern die Filter recht schnell und lassen teils dramatisch in ihrer Filter­leistung nach.

Kauf­beratung. Die Testsieger filtern Pollen und Fein­staub gut. Die besten Geräte kosten rund 250 bis 350 Euro. Wenn Sie Luft­filter kaufen wollen, dann berück­sichtigen Sie auch die laufenden Strom­kosten, vor allem aber die Preise der Ersatz­filter. Denn die reichen von 39 bis 140 Euro pro Filterset.

Tipps und Hintergrund. Im Luft­reiniger-Test zeigte sich, dass die auf den Verpackungen angegebenen Raumgrößen nur ein grober Anhalts­punkt sind. Tendenziell sind die Quadrat­meter von den Herstel­lern recht groß­zügig angegeben. Pollen-Allergiker wollen meist eine schnelle Reduktion der Konzentration an Partikeln in der Wohnung. Das schaffen viele Geräte nur für kleine Zimmer.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die PDF zu den Testbe­richten aus test 3/2020 und test 2/2021.

Video: So testet die Stiftung Warentest Luft­reiniger

Luft­reiniger sollen gegen Pollen, Fein­staub und Gerüche helfen. Die Stiftung Warentest hat sieben Luft­filter getestet, unter anderem von Philips, Dyson und Beurer. Das Video zeigt die Unter­suchung aus test 3/2020.

Drei Filter für die Luft

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Beispiel. Aufbau eines Filter­systems.

Filter­systeme sind meist so aufgebaut: Unter dem Gehäuse fängt ein Vorfilter (1) grobe Fusseln ab. Dann erwischt ein Filter aus feinen Fasern (2) Fein­staub und Pollen. Fein­staub ist teils kleiner als ein millionstel Meter, Pollen sind bis zu einem zehn­tausendstel Meter dick, etwa wie ein Haar. Der dritte Filter (3) mit Aktivkohle bindet Gerüche und gasförmige Verbindungen wie Lösungs­mittel.

Pollen verschwanden schnell zu über 90 Prozent

Beim Test wurden Pollen satt in den Testraum geblasen. Die Testsieger saugten weit über 90 Prozent der Blüten­stäube in zehn Minuten aus der Luft. Allerdings führen manche Pollen wie die der Ambrosia-Pflanze schon bei etwa zehn Partikeln pro Kubik­meter zu allergischen Reaktionen. Wer seinen Raum so rein haben will, der muss den Filter oft weit länger betreiben.

Tipp: Alle Informationen rund um Heuschnupfen und entsprechende Medikamente und Hilfs­mittel lesen im Special Medikamente bei Heuschnupfen. Gegen Tier­haare und Staub hilft auch Staubsaugen. 106 Staubsauger mit und ohne Akku finden Sie in unserem Test Staubsauger.

Mit Ziga­retten­rauch wurde die Alterung der Filter geprüft

Der Rauch von Ziga­retten bildet ein breites Spektrum von Dreck in der Luft ab: Fein­stäube vieler Größen, Gerüche, flüchtige Kohlen­wasser­stoffe – alles drin im Kippendunst. Vier der sieben Modelle fraßen mit frischen Filtern den Ziga­retten­rauch förmlich in sich hinein. Nach dem Rauch von 100 Ziga­retten ließen jedoch einige Vliese deutlich nach. Bei einem Modell sank die Filter­leistung auf ein Fünftel. Auch andere schwächelten. Hier ist häufiger Filter­wechsel angesagt. Andere hielten weit besser durch.

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Qualm­maschine. Normziga­retten aus der Tabak­forschung brennen kontrolliert ab.

Form­aldehyd bringt manchen Reiniger an seine Grenzen

Form­aldehyd ist ein Beispiel für unangenehme chemische Stoffe, die nicht in der Atem­luft sein sollten. Es ist gasförmig und unsicht­bar, außerdem kann es die Schleimhäute reizen und Krebs erzeugen. Solche flüchtigen Stoffe werden nicht durch Papiervliese gefangen, sondern durch Aktivkohlefilter. Diese Filter aus feinporigen Kohlen­stoff­teilchen gab es bei allen Test­kandidaten. Leider arbeiteten die Luft­filter in diesem Bereich mit weit schwächeren Reduktions­raten als bei Pollen und Ziga­retten­rauch. Einige Modelle im Test waren beim Prüf­punkt Form­aldehyd gar mangelhaft.

Luft­filter – wie hoch sind die laufenden Kosten?

Die Strom­kosten pro Jahr hängen von der täglichen Lauf­zeit und der jeweiligen Lüfter­stufe ab. Bei 8 Stunden Betrieb täglich auf der höchsten Stufe haben wir im Schnitt etwa 50 Euro Strom­kosten jähr­lich ermittelt. Recht unterschiedlich machen sich die Preise für Ersatz­filter im Portemonnaie bemerk­bar: Die Gebrauchs­anleitungen variieren sehr stark bei den empfohlenen Wechsel­intervallen der Filter. Mal wird ein Wechsel nach 6 Monaten empfohlen, mal nach 4320 Stunden – was bei einem täglichen Betrieb von 8 Stunden etwa 18 Monaten entspricht.

Und auch die Preise unterscheiden sich drastisch. Sie reichen von 24 Euro für einen neuen Aktivkohlefilter bis zu 140 Euro bei anderen Herstel­lern für ein Filterset aus Aktivkohle- und Partikelfilter.

Tipp: Strom­kosten lassen sich durch den Wechsel des Strom­anbieters sparen. Am einfachsten geht das mit Wechseldiensten.

Bei Schimmel oder Hausmilben gilt: An die Quellen ran

Wer mit Schimmelsporen in der Wohnung zu kämpfen hat, der sollte die feuchten Ecken austrocknen, in denen der Schimmel blüht. Hier einen Luft­filter zum Einsatz zu bringen, ist höchs­tens kurz­fristig sinn­voll. Im Gegen­satz zu Belastungen, die von außen in die Wohnung gelangen, liegt die Schimmelquelle ja in der Wohnung und kann deshalb angegangen werden. Auch Hausstaub-Allergiker werden mit einem Luft­filter nicht weit kommen. Denn auch wenn die verursachenden Eiweiße der Hausstaub-Milben aus der Luft gefischt werden: Beim Schlafen oder Liegen auf Sofa und Bett werden neue All­ergene aufgewirbelt und reizen das Immun­system.

Medikamente gegen Allergien

Unser Special Heuschnupfen fasst die neuesten Erkennt­nisse zum Thema zusammen und nennt Mittel, die helfen beziehungs­weise die Symptome lindern. Weitere Tipps und Ratschläge finden Sie auf unserer Themenseite Allergien

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