Luft­qualität zu Hause So sorgen Sie für gute Luft

23.12.2020
Luft­qualität zu Hause - So sorgen Sie für gute Luft
„Dicke Luft“ lässt sich auch ohne ständig geöff­nete Fenster vermeiden. © Stiftung Warentest / Beate Theill

Verbrauchte Luft raus, frische Luft rein – gründliches Lüften ist wichtiger denn je. Her lesen Sie wie das klappt, ohne dass die Wohnung auskühlt und welche Wirkung Luftfilter haben können.

Mit Lüftungs­anlage auto­matisch frisch

In vielen Energiesparhäusern profitieren die Bewohner von auto­matischen Lüftungs­anlagen. Die saugen verbrauchte Luft ab und blasen sie ins Freie. Andere Rohre leiten Frisch­luft in die Zimmer. Der Clou: Die in der Abluft enthaltene Heiz­energie verpufft nicht. Die Technik namens „Wärmeüber­trager“ erwärmt damit die Frisch­luft. Informationen sind beim Testzentrum für Wohnungslüftungsgeräte erhältlich.

Für alle anderen: Fenster auf, aber richtig

In den meisten Wohnungen müssen offene Fenster dafür sorgen, dass neuer Sauer­stoff hinein- und ausgeatmetes Kohlen­dioxid hinaus­gelangt. Im Winter ist ein Fenster in Dauer-Kipp­stellung unge­eignet: Heiz­energie entweicht, der Raum kühlt aus, der Luft­austausch bleibt gering, im ungüns­tigsten Fall droht Schimmel.

Daher stoß­lüften: Fenster weit öffnen, möglichst zugleich auf gegen­über­liegenden Seiten der Wohnung, bei zwei­geschossigen Wohnungen sogar unten und oben. Der Durch­zug beschleunigt den Luft­austausch. Oft genügt fünf­minütiges Lüften. Dann kühlen die Räume nicht zu sehr aus und die Luft erwärmt sich anschließend schnell wieder.

Wie oft gelüftet werden sollte

Meist ist es sinn­voll, Wohnungen drei- bis fünf­mal täglich durch­zulüften, damit genug Sauer­stoff herein­kommt und zu viel Luft­feuchte entweichen kann. Kommen zusätzlich Besucher ins Haus, ist es ratsam, häufiger zu lüften. Um Kinder und Lehrer in Klassenräumen vor Corona-Infektionen zu schützen, empfiehlt das Umwelt­bundes­amt Stoß­lüften sogar alle 20 Minuten. Umfassende Informationen im Special Corona und Gesundheit.

So können Luft­filter helfen

Luft­filter können das Lüften nicht ersetzen, aber ergänzen. Manche Luft­filter entfernen selbst winzige Partikel. Untersucht hat dies Professor Christian Kähler von der Universität der Bundes­wehr. Er sagt, dass professionelle Geräte (mit H13/H14-Filter) geeignet sind, um in Klassenräumen Viren mit hoher Effizienz aus der Luft zu entfernen. Er fordert, dafür die Raum­luft sechs­mal pro Stunde zu filtrieren.

In unserem Test kleinerer Luftreiniger für Wohnräume haben wir große Qualitäts­unterschiede fest­gestellt. Zum Beispiel verschlechterte sich bei mehreren Geräten im Laufe der Zeit die Wirk­samkeit beim Filtern von Ziga­retten­rauch. Die Reduktions­rate sank. Wie sich die Geräte zum Entfernen von Viren eignen, unter­suchen wir derzeit und veröffent­lichen die Ergeb­nisse in Kürze.

23.12.2020
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