Lufthansa Meldung

Wenn Zerbrechliches im Koffer durch Fahrlässigkeit des Personals beschädigt wird, haftet die Airline.

Die Lufthansa muss für Schäden an zerbrechlichen Gegenständen oder anderen Wertsachen im Gepäck haften. Das Oberlandesgericht Köln hat ihr eine Klausel verboten, nach der sie für solche Schäden nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit haftet (Az. 2 U 206/02).

Bislang blieben Passagiere auf dem Schaden sitzen, wenn sie Mobiltelefone, Diktiergeräte oder Fotoapparate im Koffer verstaut hatten und nach der Ankunft beschädigt vorfanden. Das galt auch dann, wenn der Schaden durch ­eine Unachtsamkeit des Transportpersonals entstanden war.

Die Klausel mit dem weitgehenden Haftungsausschluss haben die Richter jetzt gekippt. Wenn Geräte beschädigt werden, weil der Koffer etwa auf dem Gepäckwagen ungenügend befestigt wird und herunterfällt, müsse die Fluggesellschaft für die Panne aufkommen.

Tipp: Teure und empfindliche Geräte sollten Sie trotzdem mit ins Handgepäck nehmen. Sonst wird Ihnen im Schadensfall eventuell ein Mitverschulden angelastet.

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