Luftfahrt-Aktien Meldung

Flugzeuge am Boden: Die hohen Treibstoffpreise bringen Fluggesellschaften und deren Anleger in Bedrängnis.

Der hohe Ölpreis bringt viele Airlines in finanzielle Not. Über 20 Gesellschaften gingen 2008 bereits pleite. Aktionäre und Käufer von Flugzeugfonds sehen un­sicheren Zeiten entgegen.

Gewinn. Im Juni senkte der Weltluftfahrtverband IATA für 2008 die Gewinnprognose für seine 200 Mitglieder von 3,4 auf 2,3 Milliarden Euro. Schuld an dem Gewinneinbruch ist der Ölpreis, der fast täglich neue Rekordhöhen erreicht.

Pleite. Über 20 Fluggesellschaften gingen in diesem Jahr pleite. Einige Analysten bestraften die schlechten Nachrichten zum Teil mit Verkaufsempfehlungen für die Airline-Aktien. Andere setzen darauf, dass große Gesellschaften wie etwa Lufthansa gestärkt aus der Krise hervorgehen werden, weil die Treibstoffkrise die unliebsamen Billigflieger in den Ruin treiben könnte.

Aktien. Aktionäre haben es derzeit schwer. Sollen sie Ihre Airline-Aktien halten, verkaufen oder sogar neu einsteigen? Die Aktien der Fluggesellschaften sind rund um den Globus im Sinkflug. Das gilt auch für Lufthansa-Papiere, die seit Oktober rund 40 Prozent verloren. Selbst die rund 7-prozentige Dividende war für Anleger ein schwacher Trost. Noch viel tiefer stürzte die deutsche Nummer zwei, Air Berlin. Selbst Erstzeichner, die seit dem Börsengang vor rund zwei Jahren dabei sind, haben über zwei Drittel eingebüßt, für spätere Käufer sind die Verluste oft noch viel höher.

Flugzeugfonds. Besonders heikel ist die Situation für Anleger, die sich auf langjährige Beteiligungen an Flugzeugfonds eingelassen haben. Sie müssen um ihr Geld fürchten. Angesichts der Krise kann es leicht zu Problemen bei der Vermarktung der Flugzeuge kommen. Wer jetzt seine Beteiligung vorzeitig loswerden möchte, sollte die Risikohinweise im Prospekt prüfen. Wird dort das Risiko von Pleiten und explodierenden Treibstoffpreisen nicht ausdrücklich erwähnt, können Anleger wegen Prospektfehlern den Ausstieg aus dem Fonds verlangen.

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