Prima Klima. Sehr gut gegen zu trockene Luft helfen nur zwei Verdunster.

Luft­befeuchter sollen das Raumklima verbessern. Doch viele Vernebler blasen Bakterien in die Luft. Am besten arbeiten Verdunster. Das haben unsere Schweizer Kollegen vom Testmagazin Saldo heraus­gefunden.

Zwei gute Luft­befeuchter auch in Deutsch­land erhältlich

Die Heizung läuft, die Raum­luft ist oft trocken. In der kalten Jahres­zeit haben Luft­befeuchter Saison. Unsere Schweizer Kollegen vom Testmagazin Saldo haben Verdampfer, Verdunster und Ultra­schall-Vernebler geprüft und zwei sehr gute gefunden: die Verdunster Philips HU 4811/10 für 85 Euro und Boneco E2441A für 140 Euro. Beide sind auch in Deutsch­land erhältlich. Sie bliesen kaum Bakterien oder Schimmelpilze in die Luft, verbrauchten wenig Strom und sind einfach zu hand­haben. Verdunster verfügen über eine Filtermatte mit großer Oberfläche, die sich mit Wasser voll­saugt. Die trockene Raum­luft streicht über die Fläche, das Wasser verdunstet und befeuchtet die Luft.

Luft­reiniger-Test der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat Luft­reiniger getestet. Sie versprechen, mit ihren Filtern Blüten­pollen, Fein­staub, Ziga­retten­rauch und chemische Verbindungen aus der Atem­luft der Wohnung zu entfernen: zum Luftreiniger-Test der Stiftung Warentest.

Zu hohe Luft­feuchtig­keit schadet

Empfehlens­wert ist eine Luft­feuchtig­keit zwischen 40 und 60 Prozent. Zu hohe Luft­feuchtig­keit fördert Schimmelpilze, Bakterien und Milben. Bei Verduns­tern ist die Gefahr der Über­feuchtung sehr gering. Doch es dauert lange, bis sich die Luft­feuchtig­keit spür­bar erhöht. Die Befeuchtungs­leistung der Verdampfer war rund doppelt so hoch. Sie heizen das Wasser bis zum Siede­punkt auf und blasen den Dampf in den Raum. Durch Erhitzen wird das Wasser sterilisiert. Deshalb bekamen diese Geräte in der Hygiene sehr gute Noten. Sie verbrauchen aber rund 20 Mal so viel Strom wie Verdunster.

Ultra­schall-Vernebler als Keim­schleudern

Auch Ultra­schall-Vernebler befeuchten die Luft schnell. Sie sprühen Wasser­tröpf­chen in die Luft, ohne das Wasser zu erhitzen. Mit dem kalten Nebel gelangen Keime in die Luft. Normaler­weise liegt die Bakterien­konzentration in der Raum­luft zwischen 100 und 500 kolonie­bildenden Einheiten (KBE) je Kubik­meter. Heikel wird es ab einem Ausstoß ab 20 000 KBE pro Stunde. Die Vernebler erreichten Werte zwischen 2,6 und 23 Millionen KBE je Stunde. Das betraf auch den hier­zulande erhältlichen Beurer LB 44. Die Geräte können gesundheitliche Probleme verursachen – vor allem bei Allergikern.

Dieses Thema wurde im Dezember 2015 veröffent­licht und am 30. Dezember 2019 voll­ständig aktualisiert. Ältere Nutzer­kommentare beziehen sich auf die vorherige Fassung.

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