Lügen auf Google

Wie Google im Fall Gerlachreport reagierte

Inhalt
  1. Überblick
  2. Wie Google im Fall Gerlachreport reagierte
  3. Artikel als PDF (3 Seiten)
Lügen auf Google - Warum gericht­lich Verbotenes auffind­bar bleibt

Löschungs­antrag

Die Stiftung Warentest hat bei Google beantragt, 24 Ergeb­nislinks aus den Sucher­gebnissen zu löschen, die zu Artikeln mit falschen oder verleumderischen Aussagen im Gerlachreport führen. In den Artikeln werden Mitarbeiter der Stiftung Warentest als korrupt und bestechlich, als Lügner und Rufmörder verunglimpft. Google hat die Sperrung der Ergeb­nislinks bestätigt.

Lügen auf Google - Warum gericht­lich Verbotenes auffind­bar bleibt

Verlinkung

Nach dem Antrag der Stiftung Warentest entfernte Google die bean­standeten Links aus den Sucher­gebnissen und fügte einen Hinweis hinzu: „Als Reaktion auf ein recht­liches Ersuchen, das an Google gestellt wurde, haben wir 1 Ergebnis(se) von dieser Stelle entfernt.“ Beigefügt war ein Link mit dem Vermerk „Weitere Informationen über das Ersuchen findest du unter LumenDatabase.org.“ Das ist eine Daten­bank zu Löschungs­begehren.

Lügen auf Google - Warum gericht­lich Verbotenes auffind­bar bleibt

Daten­bank

Bei der Webseite Lumen-Database.org handelt es sich laut Google um eine Daten­bank, „die Trans­parenz bezüglich der Google-Sucher­gebnisse herstellt“. Sie verzeichnet nicht nur Ergeb­nislinks auf Artikel, deren Löschung Google bestätigt hat, sondern auch Links auf Artikel, deren Weiterverbreitung deutsche Gerichte verboten haben. Um die Artikel zu lesen, müssen die gesperrten Links nur kopiert und im Browser des Rechners einge­geben werden.

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