Lügen auf Google

Wie Google im Fall Gerlachreport reagierte

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Lügen auf Google - Warum gericht­lich Verbotenes auffind­bar bleibt

Löschungs­antrag

Die Stiftung Warentest hat bei Google beantragt, 24 Ergeb­nislinks aus den Sucher­gebnissen zu löschen, die zu Artikeln mit falschen oder verleumderischen Aussagen im Gerlachreport führen. In den Artikeln werden Mitarbeiter der Stiftung Warentest als korrupt und bestechlich, als Lügner und Rufmörder verunglimpft. Google hat die Sperrung der Ergeb­nislinks bestätigt.

Lügen auf Google - Warum gericht­lich Verbotenes auffind­bar bleibt

Verlinkung

Nach dem Antrag der Stiftung Warentest entfernte Google die bean­standeten Links aus den Sucher­gebnissen und fügte einen Hinweis hinzu: „Als Reaktion auf ein recht­liches Ersuchen, das an Google gestellt wurde, haben wir 1 Ergebnis(se) von dieser Stelle entfernt.“ Beigefügt war ein Link mit dem Vermerk „Weitere Informationen über das Ersuchen findest du unter LumenDatabase.org.“ Das ist eine Daten­bank zu Löschungs­begehren.

Lügen auf Google - Warum gericht­lich Verbotenes auffind­bar bleibt

Daten­bank

Bei der Webseite Lumen-Database.org handelt es sich laut Google um eine Daten­bank, „die Trans­parenz bezüglich der Google-Sucher­gebnisse herstellt“. Sie verzeichnet nicht nur Ergeb­nislinks auf Artikel, deren Löschung Google bestätigt hat, sondern auch Links auf Artikel, deren Weiterverbreitung deutsche Gerichte verboten haben. Um die Artikel zu lesen, müssen die gesperrten Links nur kopiert und im Browser des Rechners einge­geben werden.

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gaunerundwahrheit am 19.06.2018 um 11:21 Uhr
Rainer von Holst hat die Autark gekauft

Seit einigen Tagen gibt es dieses phänomenale Gerücht im Internet. Erst kaputtschreiben, dann billig kaufen..Das Unternehmensregister gibt hier einen Hinweis.
Amtsgericht Duisburg Aktenzeichen: HRB 30071 Bekannt gemacht am: 28.05.2018 20:01 Uhr In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr. Veränderungen
28.05.2018 HRB 30071: AUTARK Group Aktiengesellschaft, Duisburg, Plessingstraße 20, 47051 Duisburg. Bestellt als Vorstand: Hornemann, Sarah, Berlin, *16.07.1984, einzelvertretungsberechtigt.
Googelt man dann zu dieser Dame, dann findet man einen eindeutigen Hinweis auf das Unternehmen Anzago von Rainer von Holst. Aufzufinden im Internetportal XING. Zufall?

jbach1 am 19.06.2018 um 02:26 Uhr
Warum keine Auslieferung von Rainer von Holst?

Dass im kriminellen Milieu gerne "zurückgeschossen" wird, ist nicht nur bei der Mafia bekannt.
Eine Frage bleibt doch: Warum sitzt Rainer von Holst nicht in Haft und wird nicht ausgeliefert?
Es sollte die Aufgabe der deutschen Ermittlungsbehörden sein, Straftaten zu verhindern und ggf. wegen Wiederholungsgefahr einen Haftbefehl zu erlassen..
Vielleicht sollte die Stiftung Warentest mehr Energie aufwenden, die in Deutschland und in den USA vorhandene Justiz auf die mutmaßlich anlagebetrügerischen Machenschaften hinweisen, anstatt gegen Google zu kämpfen. Die in den USA geltende Meinungsfreiheit umfasst eben auch viele zweifelhafte Aussagen, die in Deutschland strafbar sind. Somit wird das Hosting solcher Websites in den USA zumindest strafrechtlich kaum unterbunden werden können.
Man sieht an aktuellen Fällen, dass prinzipiell die Ausweisung von Tatverdächtigen nach Deutschland ganz schnell geschehen kann. Vielleicht übernimmt ja der Bundespolizeipräsident den Fall. ;-)

GuessWhat am 18.06.2018 um 17:23 Uhr
Widerspruch

Ich finde es für die Meinungsfreiheit extemst bedenklich, wenn gegen Suchmaschinen und nicht gegen den Urheber vermeintlicher Straftaten vorgegangen wird. Die Tatsache, dass die Macher des Gerlachreports nicht so ohne weiteres greifbar sind, darf nicht zählen. Wenn mich jemand schädigt und ich einen Schadenersatzanspruch nicht eintreiben kann, weil der Adressat mittellos oder unbekannt verzogen ist, muss ich auch wohl oder übel damit leben.
Wer Suchmaschinen verbieten will, Fundstellen anzuzeigen, öffnet die Tür für weltweite Meinungsunterdrückung. Denn warum sollte ein Kim aus Nordkorea oder ein Erdogan aus der Türkei nicht einfach genauso Google zwingen, unliebsame Berichte verschwinden zu lassen.
Glücklicherweise gibt es nicht nur Google.de und nicht nur Google allgemein. Es gibt unzählige Suchmaschinen, so dass all diese Maßnahmen letztlich ins Leere laufen.
Deutschland gehört übrigens weltweit in die Top 4 der Staaten mit den meisten Löschanfragen bei Google.

volkero425 am 18.06.2018 um 15:07 Uhr
Unglaublich!

Ich habe mir eben einmal den Gerlachreport aufgerufen und die Artikel über Finanztest und Ihre Reporterin gelesen. Es ist unglaublich, in welcher wiederlichen Sprache hier über ihre Readakteurin hergezogen wird. Alleine schon die Sprache entlarvt den Gerlachreport - Beleidigungen bis unter die Gürtellinie. Das dagegen nicht vorgegangen werden kann ist kaum zu glauben.

Franz.H.aus.A am 18.06.2018 um 12:07 Uhr
Google war heute !

Es ist die Bevölkereung die einerseits Information will und anderseits Privatspfähre !
Eine grosse Zeitung hat uns das sit den 50 er gelernt das es das nicht gibt !
Natürlich ist es beschämend wenn es einzelne trifft .
Die Politik hat kein echtes Interesse darn weil Sie ja damit das Vergessen der Eigenen Fehler besser kaschieren kann .
Warum wir iimmer noch unser Daten über den Teich senden und zurück weiss keiner auss die daran verdienen.
Diei schönste Freude ist die Schadenfreude !
das ist der Erfolg von den (a) Sozialen Medien !