Verschwundene Wert­sachen

Schlüssel verloren: Tür zu – was nu?

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Der Statistik zufolge geht in Deutsch­land etwa alle 40 Sekunden ein Schlüssel verloren. Für Betroffene fühlt sich ein Schlüssel­verlust oft wie eine Katastrophe an.

Wenn der Wohnungs­schlüssel wegkommt

Verschwundene Wert­sachen - Tipps für Schussel und Bestohlene
© Stiftung Warentest / René Reichelt

Verlieren Mieterin oder Mieter einen Haus­schlüssel, der zugleich Teil einer Schließ­anlage eines Mehr­familien­hauses ist, muss das die Haus­verwaltung wissen. Vermieter sind die eigentlichen Eigentümer solcher Haus­schlüssel, genau wie Arbeit­geber die Eigentümer etwa von Büro- oder Lager­schlüsseln sind. Auch bei ihnen ist eine sofortige Meldung angesagt. Besonders heikel ist es, wenn Schlüssel zusammen mit dem Personal­ausweis oder anderen Dokumenten wegkommen, die Rück­schlüsse auf die Adresse der Miet­wohnung zulassen. In diesem Fall müssen Verlust oder Diebstahl zusätzlich auch bei der Polizei ange­zeigt werden.

Manchmal muss der Schlüssel­dienst ran

Gibt es keinen Ersatz­schlüssel, muss ein Schlüssel­dienst ran. Um den Ruf der Branche steht es nicht zum besten, da einige Dienst­leister Kunden in Not schon nach einem minuten­kurzen Einsatz horrende Rechnungen präsentierten. Die erst­beste Schlüssel­dienst-Nummer sollte man deshalb lieber nicht wählen. Die Stiftung Warentest hat 2019 Schlüsseldienst-Portale getestet. Mit Abstand am besten schnitt der Vermitt­lungs­service „Gelbe Seiten Schlüssel­dienst“ ab (test-Urteil Gut 2,5). Die von dem Portal vermittelten Dienst­leister arbeiten mit Fest­preisen. Kundinnen und Kunden wissen so vorab, welche Kosten auf sie zukommen.

Sich gegen Schlüssel­verlust versichern

Muss eine Schließ­anlage ausgewechselt werden, können fünf­stel­lige Summen zusammen­kommen, die häufig von denjenigen ersetzt werden müssen, die den Schlüssel verloren oder denen er gestohlen wurde. Private Haft­pflicht­versicherer bieten den Schutz fremder Schlüssel an, also solcher Schlüssel, deren Eigentümer Vermieter oder Arbeit­geber sind. Es kann lohnen, einen Tarif zu wählen, der den Schutz abdeckt oder seine Police um diesen Schutz zu erweitern (passende Tarife zeigt unser Vergleich Privathaftpflichtversicherung). Schlüssel­dienst-Einsätze lassen sich per Hausratversicherung abdecken − über einen extra Hand­werk­erschutz­brief.

Vorbeugen ist möglich

Ein Schlüssel­ensemble, das laut klimpert, ist besser als eins in einem Ledertäsch­chen, das geräusch­los auf den Boden fällt. Anhänger mit GPS-Tracker – etwa von Marken wie Tile, Muse­gear oder Apple Air Tag – lassen sich per Smartphone oder Computer auch auf unweg­samem Gelände orten.

Tipp: Was ist zu tun, wenn der Auto­schlüssel verloren geht und es keinen Ersatz­schlüssel gibt? Wann haften Angestellte bei Verlust eines Arbeits­schlüssels? Diese und viele weitere Fragen beant­wortet unser Special Was tun, wenn der Schlüssel weg ist?

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Marie-Christin am 22.03.2016 um 07:31 Uhr
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Wie weit darf man gehen, um herauszufinden, wem die Fundsache gehört? Darf man Einblick in Dateien auf einem USB-Stick nehmen, den man gefunden hat, um festzustellen, wem der USB-Stick gehört? Der Eigentümer hat möglicherweise wichtige Daten auf seinem Stick gespeichert und wäre sehr froh, wenn er seinen Speicher zurück erhalten würde.