Verschwundene Wert­sachen

Portemonnaie verloren: Die Scheine sind oft das kleinste Problem

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Bargeld­verlust ist oft das geringere Problem, wenn man das Portemonnaie verloren hat. Schwerer wiegt, dass mit ihr häufig auch wichtige Dokumente weg sind.

Dieben den Zugriff auf weiteres Geld verwehren

Verschwundene Wert­sachen - Tipps für Schussel und Bestohlene
© Stiftung Warentest / René Reichelt

Ist das Portemonnaie verloren oder gestohlen, ist es wichtig, Geldkarten zu sperren, wenn sie mit weg kamen. Karten lassen sich in einer Filiale der eigenen Bank oder über deren Hotline sperren. Noch besser: Sie gemein­sam mit anderen Dokumenten vor fremdem Zugriff schützen, indem man die zentrale Sperr-Notruf-Nummer 116 116 wählt. Auf diesem Weg lässt sich jedoch nur das Pin-Verfahren außer Kraft setzen.

Wichtig ist, zusätzlich auch den Zugriff auf Last­schrift­verfahren und den Miss­brauch durch gefälschte Unter­schriften zu verhindern. Möglich ist das über den Kuno-Sperrdienst – einer Initiative von Polizei und Handels­verbänden. Nach einem Diebstahl oder wenn unklar ist, wie die Geldkarte abhanden gekommen ist, sollten Betroffene zur Polizei gehen und um eine Kuno-Sperr­bestätigungs­nummer und das dazu­gehörige Merk­blatt bitten.

Versicherungs­schutz greift nicht immer, wenn ein Geldbeutel wegkommt

Viele Hausratpolicen versichern Bargeld, das sich außer­halb eines Tresors befindet, bei Einbruch­diebstählen mit mindestens 1 000 Euro. Der Versicherungs­schutz greift auch bei Raub unter Androhung von Gewalt, nicht aber bei Taschen­diebstahl – auch nicht, wenn dabei die Geldbörse abhanden kommt. Verluste werden Betroffenen bei solchem „einfachen“ Diebstahl nicht erstattet.

Damit das Portemonnaie gar nicht erst verloren geht

Brust­beutel und Bauchtaschen schützen besser vor Verlust und Diebstahl als ein Portemonnaie, das aus der Manteltasche lugt. Wer klassische Geldbörsen bevor­zugt, sollte nicht etwa alle Geldkarten, Fahr­zeug­papiere und viel Bares ständig mit sich führen. Meist reicht es, lediglich eine kleine Summe Geldes, eine Geldkarte und den Personal­ausweis dabei zu haben. GPS-Tracker können helfen, Portemonnaies wieder­zufinden. Diebe entdecken Tracker oft und schmeißen sie weg.

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Marie-Christin am 22.03.2016 um 07:31 Uhr
Datenschutz

Wie weit darf man gehen, um herauszufinden, wem die Fundsache gehört? Darf man Einblick in Dateien auf einem USB-Stick nehmen, den man gefunden hat, um festzustellen, wem der USB-Stick gehört? Der Eigentümer hat möglicherweise wichtige Daten auf seinem Stick gespeichert und wäre sehr froh, wenn er seinen Speicher zurück erhalten würde.