Lohnsteuerrichtlinien

Mehr als ein paar Mark wert sind die Steuervorteile, die in den Lohnsteuerrichtlinien 2002 vorgesehen sind. Sie müssen nur noch im Herbst den Bundesrat passieren.

Ehrenamt. Für bestimmte Ehrenämter sollen ab 2002 Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen Kassen bis zur Höhe von 300 Mark (154 Euro) im Monat steuerfrei bleiben. Davon profitieren können zum Beispiel Helfer, die Geld aus Kassen von Bund, Ländern und Gemeinden, gesetzlichen Krankenkassen, Berufsgenossenschaften oder von der evangelischen und katholischen Kirche erhalten. Engagieren sie sich in Wohltätigkeitsverbänden oder Privatvereinen, erhalten sie den Steuervorteil nicht vom Finanzamt.

Privatnutzen. Geregelt werden soll, dass Arbeitnehmer keine Steuern zahlen müssen, wenn sie PCs und andere Telekommunikationsgeräte des Arbeitgebers auch privat nutzen. Das soll nicht nur für Arbeitsmittel im Betrieb, sondern zum Beispiel auch für Mobiltelefone in Autos und Computer in Privatwohnungen gelten.

Computer. Klare Richtlinien soll es ab 2002 für Arbeitnehmer geben, die ihren eigenen Computer, Internetanschluss, das häusliche Telefon oder andere private Telekommunikationsgeräte beruflich einsetzen. Weisen sie die beruflichen Verbindungen repräsentativ drei Monate lang nach, kann das Finanzamt den so ermittelten Prozentsatz für das ganze Jahr als Maßstab nehmen und die Ausgaben dafür (Gebühren, Anschlusskosten usw.) im Steuerbescheid als Werbungskosten anerkennen.

Ist aus Erfahrung klar, dass Arbeitnehmer solche Werbungskosten haben, können die Beamten auch ohne Nachweis bis zu 20 Prozent der Gesamtrechnung anerkennen, jedoch höchstens rund 40 Mark (20 Euro) im Monat. Alternativ können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern nach denselben Regeln die beruflichen Ausgaben steuerfrei ersetzen. Dann ist der Abzug als Werbungskosten allerdings ausgeschlossen.

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