Lohn­steuer­hilfe­ver­eine fordern Meldung

Der Bundes­verband der Lohn­steuer­hilfe­ver­eine will nicht hinnehmen, dass die Finanz­ämter zwangs­läufige Scheidungs­kosten seit 2013 nicht mehr als außergewöhnliche Belastung anerkennen. Notfalls werde die Rechts­frage gericht­lich geklärt, verkündet Erich Nöll, der Geschäfts­führer des Verbands.

Tipp. Frisch Geschiedene sollten Posten wie Gerichts- und Anwalts­kosten in der Steuererklärung angeben und binnen eines Monats Einspruch einlegen, wenn das Finanz­amt ablehnt. Musterformulierungen finden Sie unten. Sobald die erste Klage bekannt ist, sollten sie sich mit Variante 2 darauf beziehen.

Muster­einspruch

Betreff: Einkommensteuer­bescheid 2013 vom ... Steuer-Nr. ...

Ich lege Einspruch gegen den Einkommensteuer­bescheid 2013 ein.

Begründung

Im Bescheid werden zwangs­läufige Scheidungs-/Trennungs­kosten für meine Ehe/gesetzliche Lebens­part­nerschaft nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt.

Variante 1 Die Kosten betreffen einen existenziell wichtigen Lebens­bereich. Die 2013 erfolgte Steuer­änderung sollte keine Verschärfung bringen (Kommentar Schmidt/Loschelder, Para­graph 33 Einkommensteuergesetz, Randziffer 35).

Variante 2 Zu dieser Rechts­frage gibt es einen Muster­prozess beim ­Finanzge­richt ... mit dem Aktenzeichen ... . Ich beantrage das Ruhen des Verfahrens nach Paragraf 363 Absatz 2, Satz 1 Abgaben­ordnung.

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